Öffentliches WLAN: So schützt du dich 2022 vor den Gefahren

Du kennst es sicher auch: Du sitzt am Flughafen, in der Uni oder in einem Café und es gibt ein öffentliches WLAN. Theoretisch hast du nun also die Möglichkeit, dich mit dem Netzwerk zu verbinden und kostenlos zu surfen. Worüber wir uns aber kaum Gedanken machen: Ist so ein öffentliches WLAN überhaupt sicher?

Viele Menschen sind froh, dass sie ihr Datenvolumen schonen können, verbinden sich und nutzen das Netzwerk wie gewohnt. Öffentliche WLANs sind aber nicht nur praktisch, sondern auch gefährlich. Wieso das so ist und wie du dich schützen kannst, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Ist öffentliches WLAN sicher?

Nein, öffentliches WLAN ist nicht sicher. Das kann ich dir so kurz und knapp beantworten. Das liegt daran, dass diese aus meiner Erfahrung nur selten gut gesichert ist. Du kannst dir das so vorstellen: Ein Hotel bietet seinen Kunden ein öffentliches WLAN an, was heutzutage ja Standard ist.

Der Fokus bleibt aber der Hotel-Betrieb. Es mag zwar einen Mitarbeiter oder einen externen Dienstleister geben, der sich um den Betrieb des WLANs kümmert, aber das ist nicht das Hauptaugenmerk. Du kannst somit nicht erwarten, dass ein offenes WLAN im Hotel so gut gesichert ist, wie bei dir zu Hause.

Vor allem bei kleineren Betrieben fehlt oftmals auch einfach das Wissen. Es wird ein öffentliches WLAN eingerichtet und dann einfach für Gäste zur Verfügung gestellt. Ob dieses nun sicher ist und den aktuellen Standards entspricht, wird häufig gar nicht geprüft.

Was ich damit sagen will: Du weißt nie, wie ein Netzwerk gesichert ist. Ganz egal, ob du ein öffentliches WLAN in der Schweiz, in Japan oder Deutschland verwendest. Nutzt du es, läuft dein gesamter Datenverkehr darüber: Du solltest dem WLAN also vertrauen können. 

Gibt es einen Unterschied zwischen WLANs mit Anmeldung und ohne Anmeldung?

Bist du viel unterwegs, ist dir bestimmt schon aufgefallen, dass es bei öffentlichen WLANs Unterschiede gibt. So findest du Netzwerke, die du frei und ohne Anmeldung nutzen kannst. 

Dann gibt es wiederum auch WLANs, die mit einem Passwort versehen sind. Beide sind gefährlich. Du kannst dir hier beispielsweise einen Virus einfangen, der deine Geräte befällt und großen Schaden anrichten kann. Du weißt schließlich nie, egal ob mit oder ohne Passwort, wer sich außer dir sonst noch in dem öffentlichen WLAN befindet. 

8 Tipps für sicheres Surfen im öffentlichen WLAN

Nun, da du weißt, dass die Sicherheit von offenen WLANs schlecht ist, fragst du dich sicherlich, was das nun bedeutet. Ich sage nicht, dass du über keine öffentlichen WLANs mehr nutzen solltest. Besser ist es, wenn du dich mit einigen Tricks schützt. 

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Auch ohne hohe Kosten und großen Aufwand ist es möglich, ein öffentliches WLAN sicher zu nutzen. Mit ein bisschen Hintergrundwissen und meinen acht Tipps kannst du deine Daten in einem öffentlichen WLAN schützen. 

Tipp 1: Installiere Updates

Der erste Tipp bezieht sich nicht nur auf freies WLAN, sondern auf deine Sicherheit allgemein: Du solltest für die Dienste, die du nutzt, immer die Updates installieren. Egal, welches Betriebssystem du nutzt: Jedes kann Sicherheitslücken haben. Diese werden durch regelmäßige Updates kontinuierlich behoben.

Dafür musst du aber die Updates installieren, mit denen sie geschlossen werden. Ansonsten sind deine Anwendungen ein offenes Tor für Kriminelle. Das ist immer wichtig!

Tipp 2: Nutze ein Antivirenprogramm

Öffentliches WLAN ist gefährlich, da du dir dort schnell mal einen Virus oder Schadsoftware einfangen kannst. Deshalb ist es wichtig, dass du ein Antivirenprogramm nutzt. Es muss gar nicht mal ein teures sein, dass du kaufst. 

Android und Mac haben eigene Antivirenprogramme, die von vornherein auf den Geräten installiert sind. Auch hier ist es ratsam, diese regelmäßig upzudaten, unabhängig davon, ob du dich in einem öffentlichen WLAN befindest oder nicht. 

Tipp 3: Achte auf die SSL-Verbindung

SSL ist eine moderne Verschlüsselungstechnologie, die fast alle Webseiten und Apps heutzutage nutzen. Öffnest du eine Website, erkennst du das an dem https in der URL und dem kleinen Schloss davor.

browser ssl
Siehst du in der Browser-Leiste ein HTTPS und ein Schloss, ist deine Verbindung gesichert.

So gut diese Technologie auch ist: Sie hat ein paar Schwächen. Problematisch sind beispielsweise Apps, denn dort gibt es keine Browserleiste und du kannst nicht sehen, ob SSL verwendet wird. WhatsApp und Signal nutzen diese beispielsweise von Haus aus – du weißt es aber nicht bei allen Anwendungen. 

Hinzu kommt, dass es trotz dieser Verschlüsselung zu einem Man in the Middle Angriff kommen kann. Dabei schaltet sich ein Krimineller zwischen dich und die Verschlüsselung und greift deine Daten ab. 

Was ebenfalls ein Problem ist: Trotz SSL kann der Betreiber eines öffentlichen WLANs sehen, welche Seite du aufrufst. Er sieht beispielsweise, dass du WhatsApp nutzt, hat aber keine Einsicht in die Inhalte.

Tipp 4: Verwende ein VPN

SSL bietet dir zwar eine gute Verschlüsselung, hat aber einige Schwachstellen. Möchtest du ein öffentliches WLAN sicher nutzen, empfehle ich dir auf jeden Fall die Nutzung eines VPNs (virtuelles privates Netzwerk).

So schützt du dich mit einem VPN

Ein VPN leitet deine Daten verschlüsselt durch eine Art blickdichten Tunnel. Das macht deine Verbindung deutlich sicherer und verhindert, dass jemand einsehen kann, welche Seiten du aufrufst oder welche Dienste du nutzt.

Der WLAN-Betreiber sieht dadurch nur, dass du ein VPN nutzt. Welche Seiten du aufrufst, bleibt privat. Nutze also ein VPN für mehr Sicherheit, denn es macht Man in the Middle Angriffe deutlich schwieriger und gibt dir etwas mehr Privatsphäre im Netz. Ich empfehle dir dafür den Dienst von ExpressVPN. In meinem großen VPN Test ist ExpressVPN der Testsieger geworden. 

Tipp 5: Vermeide es, sensible Daten abzurufen

Du solltest in einem öffentlichen WLAN niemals Online-Banking durchführen. Die Gefahr ist hoch, dass deine Daten von Kriminellen abgefangen werden und so in die falschen Hände geraten. 

Das gilt aber nicht nur für Bankgeschäfte, sondern auch für die Eingabe von Passwörtern, Kreditkartendaten und anderen sensiblen Informationen. Die Gefahr, in dem WLAN gehackt zu werden, ist real und hat schon vielen Menschen großen Ärger eingehandelt.

Tipp 6: Lasse keinen Netzwerkzugriff zu

Nutzt du mit deinem PC, Tablet oder iPhone ein öffentliches WLAN, hast du vielleicht schon einmal die Meldung gesehen, ob du einen Netzwerkzugriff erlauben möchtest. Diese Frage solltest du unbedingt mit Nein beantworten.

windows netzwerkzugriff
Bei Windows kannst du den Netzwerkzugriff auch in den Einstellungen untersagen.

Alle Geräte in einem WLAN sind miteinander verbunden, aber du möchtest sicher nicht, dass ein Wildfremder auf deinen Computer zugreift. Deshalb lehne diese Anfrage in jedem Fall immer ab, wenn du in einem öffentlichen WLAN unterwegs bist

Tipp 7: Benutze nur vertrauenswürdige Hotspots

Auch die Sicherheit von Hotspots ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Thema. Du solltest dich nur mit vertrauenswürdigen Hotspots, beispielsweise von deinen Freunden, verbinden. Kriminelle haben diesbezüglich eine perfide Masche entwickelt, um dich zu täuschen.

mobiler hotspor sicher
Bevor du dich mit einem mobilen Hotspot verbindest, solltest du unbedingt genau hinsehen.

Sie eröffnen ein zweites Netzwerk und nennen es genau so, wie das Originale. Du kannst dann nicht mehr erkennen, welches echt ist und verbindest dich vielleicht versehentlich mit dem Fake-Hotspot eines Kriminellen. Bist du mit dem Hotspot eines Freundes verbunden, kann dieser einsehen, ob eine Verbindung vorliegt oder nicht.  

Tipp 8: Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung

In einem öffentlichen WLAN besteht die Gefahr, dass deine Passwörter gestohlen werden und Kriminelle sich in deine Konten einloggen. Davor kannst du dich mit der 2-Faktor-Authentifizierung schützen. 

Um dich beispielsweise bei deinem Bankkonto einzuloggen, brauchst du dann nicht nur dein Passwort, sondern auch einen zweiten Faktor. Das kann beispielsweise ein Code sein, der auf dein Handy geschickt wird. Selbst wenn jemand dein Passwort gestohlen hat, kann er sich nicht einloggen, da eben dieser Code fehlt. 

Viele Anwendungen bieten dir heutzutage die Möglichkeit, dich mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung zu schützen. Schaue dafür am besten in die Einstellungen einer App, beispielsweise für Online-Banking, und halte Ausschau nach der Funktion. 

FAQ: Häufige Fragen rund um öffentliche WLANs

Mit meinen acht Tipps weißt du nun also, wie du sicher in einem öffentlichen WLAN unterwegs bist. In diesem Kapitel beantworte ich dir zusätzlich noch ein paar Fragen, die häufig zu diesem Thema aufkommen. 

Was ist ein öffentliches WLAN?

Ein öffentliches WLAN wird von Hotels, Flughäfen, Restaurants und vielen anderen Betreibern für Gäste bereitgestellt. Sie werden von vielen Menschen genutzt und haben häufig sehr große Kapazitäten. Sie stehen meistens kostenlos zur Verfügung. 

Wie gefährlich sind öffentliche WLAN?

Öffentliche WLAN sind sehr gefährlich, da sie häufig nicht ausreichend gesichert sind und deshalb einen beliebten Ansatzpunkt für Hacker bieten. Hinzu kommt, dass der Betreiber sehen kann, welche Seiten du nutzt. Sei also vorsichtig, wenn du ein öffentliches WLAN nutzt, denn deine privaten Daten sind hier nicht sicher. 

Was sollte man im öffentlichen WLAN nicht machen?

Man sollte im öffentlichen WLAN keine Passwörter oder sensible Daten eingeben. Auch Online-Banking ist zu riskant, da deine Anmeldedaten gestohlen werden könnten. Am besten versuchst du daher, dich auf Aktivitäten zu beschränken, für die du dich nicht anmelden musst.

Wie komme ich in ein öffentliches WLAN?

Du kommst in ein öffentliches WLAN, indem du auf deinem Gerät nach verfügbaren Netzwerken suchst. Hat das WLAN kein Schloss-Symbol, ist das Internet für jeden verfügbar und kann ohne die Eingabe eines Passwortes genutzt werden. Ist das Netzwerk mit einem Schloss versehen, musst du ein Passwort eingeben oder dich anmelden. Diese Informationen erhältst du von dem WLAN-Betreiber, also beispielsweise einem Kellner im Restaurant. 

Was ist besser? Öffentliches WLAN oder Heimnetzwerk?

Dein Heimnetzwerk ist besser als ein öffentliches WLAN. Es ist besser gesagt sicherer, denn nur wer das Passwort von dir erhält, hat Zugriff auf das Netzwerk. Du weißt, wie es gesichert ist und wer es wofür nutzt. Bei einem öffentlichen WLAN sieht der Betreiber, welche Seiten du aufrufst und welche Dienste du nutzt. Hier weißt du nie, wer gerade sonst noch so im selben Netzwerk surft und was er da treibt. 

Was ist ein ungesichertes WLAN?

Ein ungesichertes WLAN ist öffentlich zugänglich: Du musst also kein Passwort eingeben, um es zu nutzen. Somit kann jeder, auch Kriminelle, das WLAN nutzen. Am besten schützt du dich in einem öffentlichen WLAN mit einem VPN. Dadurch sicherst du deine Internetverbindung und verschlüsselst deine Daten.

Wie kann ich feststellen, ob mein WLAN sicher ist?

Du kannst feststellen, ob dein WLAN sicher ist, indem du ein Netzwerkcheck durchführst. Außerdem hast du die Möglichkeit, einzusehen, wer sich sonst noch in deinem Netzwerk befindet. Tauchen dort nur Geräte auf, die du kennst, greift kein Unbefugter darauf zu. Ich rate dir, auf jeden das voreingestellte Passwort zu ändern, damit das auch so bleibt.

Fazit: Schütze dich in einem öffentlichen WLAN mit einem VPN

Bist du viel unterwegs und regelmäßig im Urlaub, in Hotels oder einfach nur in einem Co-Working-Space, solltest du meine acht Tipps berücksichtigen und dich mit einem VPN schützen. Du verschlüsselst damit deine Verbindung und machst es Kriminellen deutlich schwerer, sensible Daten von dir stehlen. 

Ich empfehle dir ExpressVPN: Das VPN verschlüsselt deine Verbindung sicher, wird nicht blockiert und bietet dir viele weitere praktische Funktionen. 

Fühlst du dich nun sicherer, wenn du ein öffentliches WLAN nutzt? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar mit Feedback oder offenen Fragen! 🙂

*Dieser Text enthält Provisions-Links. Mehr dazu erfährst du hier.
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