Perfect Privacy Test 2021: Privatsphäre-Schutz oder Marketing-Lüge?

featured-image-transparent hoxx vpn test
*Dieser Text enthält Provisions-Links. Mehr dazu erfährst du hier.

Mein Kurzfazit zu Perfect Privacy

Gesamtbewertung
3.25/5
Perfect Privacy ist ein solider VPN-Anbieter. In Sachen Streaming schneidet das VPN allerdings nicht so gut ab, weshalb für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis am Ende leider dann doch nicht stimmt.
Funktion & Ausstattung
80%
Geschwindigkeit
70%
Privatsphäre & Sicherheit
90%
Benutzerfreundlichkeit
90%
Streaming
10%
Preis / Leistung
50%

Ein VPN-Dienst mit dem Namen “Perfect Privacy” ruft bei mir hohe Erwartungen hervor. Tatsächlich hält der Anbieter was er verspricht: Das VPN schützt deine Privatsphäre zuverlässig, verwendet moderne Sicherheitsmaßnahmen und ist dabei auch noch benutzerfreundlich.

In meinem Perfect Privacy Test hat sich aber auch gezeigt, dass der Dienst nicht für Streaming geeignet ist und das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht passt. Was meine Recherchen zudem ergeben haben, erfährst du in diesem Artikel. Ich erkläre dir außerdem, wieso der ExpressVPN Test meinen Gesamttestsieger hervorgebracht hat.

Funktionen & Ausstattung

In diesem Kapitel schaue ich mir die Funktionen und die Ausstattung von Perfect Privacy an. Der Anbieter wirbt auf seiner Website damit, dass du das VPN auf allen Geräten verwenden kannst. Dazu gehören folgende Betriebssysteme:

perfectprivacy Plattformen
Das VPN steht für verschiedene Geräte zur Verfügung.
  • Android
  • iOS
  • MacOS
  • Linux
  • Windows

Du kannst das VPN direkt auf der offiziellen Website des Anbieters herunterladen. Dort finden sich auch umfangreiche Anleitungen, wie du den Dienst auf anderen Geräten wie RaspberryPi, der Amazon Fire TV Stick, Tomato und einige Router, installierst. Diese Liste ist wirklich erstaunlich. Nur Kodi fehlt noch.

Ich muss allerdings dazu sagen, dass es für iOS keine App gibt. Das finde ich doch ziemlich unpraktisch. Du musst dir die Anwendung also von der Website herunterladen. Bleibt zu hoffen, dass vielleicht bald auch eine App für iOS an den Start geht. 

Nun schaue ich mir die Server-Auswahl von Perfect Privacy genauer an. Derzeit werden 58 Server in 25 Ländern angeboten. Diese sind rund um den Globus zu finden.

perfectprivacy Länder
Viele wichtige Destinationen sind bei Perfect Privacy enthalten.

Im Vergleich zu anderen Anbietern sind 25 Länder nicht wirklich viel. Die Frage ist allerdings, was du mit dem VPN machen möchtest. Hältst du dich länger im Ausland auf und brauchst eine deutsche IP-Adresse, dann reicht der Dienst völlig aus. Server-Standorte in Deutschland sind nämlich dabei. 

Willst du mit dem VPN internationale Inhalte streamen, brauchst du eine große Server-Auswahl, in der möglichst viele Länder enthalten sind. 

Ob dir das Angebot von Perfect Privacy also reicht, musst du also für dich entscheiden. Ich bin allerdings der Meinung, dass ich lieber eine kleinere Server-Auswahl habe, die dann auch tatsächlich funktioniert, als viele VPN-Server, die überlastet oder abgeschaltet sind.

Jetzt werfe ich einen Blick auf den Funktionsumfang. Der Dienst hat einiges zu bieten. Auf der Website findet sich eine übersichtliche Liste, mit den besonderen Funktionen. Hier sind sogar einige Features dabei, die so gut wie kein anderer Anbieter hat. Was mir besonders gut gefällt: Sie werden nicht einfach nur aufgelistet, sondern auch verständlich erklärt.

perfectprivacy Features
Hier ein kleiner Ausschnitt aus den Funktionen, die Perfect Privacy bietet.

Fangen wir mit grundlegenden Funktionen an, die jedes VPN haben sollte. Perfect Privacy hat einen Kill Switch. Dieser ist sogar in drei verschiedenen Sicherheitsstufen unterteilt: Du kannst also selbst entscheiden, wie hoch dein Schutz sein soll. 

Bricht die Verbindung zum VPN-Server ab, wird deine echte IP-Adresse übermittelt. Genau das möchten viele User mit einem VPN aber verhindern. In einem solchen Fall greift der Kill Switch ein: Bei einem Verbindungsabbruch wird sofort die Verbindung zum Internet getrennt – und zwar so lange, bis du wieder mit einem VPN-Server verbunden bist. Diese Funktion schützt dich somit effektiv vor IP-Leaks.

perfectprivacy killswitch
Um den Kill-Switch einzuschalten, musst du nur auf „always-on VPN” klicken.

Perfect Privacy bietet auch Multi-Hop an, Deine Verbindung wird insgesamt über vier Standorte geleitet – sie wird also auch viermal verschlüsselt. Das macht eine Rückverfolgung oder Überwachung besonders schwierig. Diese Funktion ist für deine Privatsphäre Gold wert.

Neben einem TrackStop, der nicht vertrauenswürdige Quellen blockiert, bietet Perfect Privacy auch die Funktion Stealth VPN. In einigen Ländern wird Deep Packet Inspection eingesetzt, um VPN-Traffic zu erkennen und zu blockieren. Dieses Feature schützt dich effektiv davor.

NeuroRouting berechnet anhand von künstlicher Intelligenz und Algorithmen automatisch die besten und sichersten Verbindungen für dich. Zudem wird es dadurch technisch sehr schwierig, deine Identität herauszufinden. 

Zusammenfassend finde ich, dass Perfect Privacy in Sachen Funktionen und Ausstattung sehr gut abschneidet. Das VPN kann auf verschiedenen Plattformen genutzt werden und bietet umfangreiche Features. Punktabzüge gibt es allerdings für die recht kleine Server-Auswahl und die fehlende App für iOS. Deshalb vergebe ich 80 %. 

Geschwindigkeit

In diesem Kapitel untersuche ich die Geschwindigkeit von Perfect Privacy. Diese ist eigentlich für alle Aktionen wichtig, die du mit dem VPN ausführst. Ob Streaming oder sicheres Surfen – ohne ausreichenden Speed macht das alles keinen Spaß. Da viele VPN-Dienste diesen merklich verlangsamen, schaue ich hier besonders genau hin.

Direkt auf der Startseite wirbt der Anbieter damit, dass er bis zu 1000 Mbit/s an Bandbreite bietet. Wer solche Werten anpreist, sollte diese natürlich auch bieten.

Deshalb habe ich mir verschiedene Testberichte angeschaut, unter anderem auch den von Sonntagmorgen. Man muss immer dazu sagen: Schwankungen sind völlig normal. Es gibt verschiedene Faktoren, wie die Uhrzeit oder der Wochentag, die einen Einfluss auf die Geschwindigkeit haben. Deshalb kann ich dir immer nur eine ungefähre Einschätzung geben.

Meine Recherchen haben ergeben: Perfect Privacy verlangsamt deine Verbindung. Sie bleibt aber absolut ausreichend für Streaming und schnelle Downloads, wenn du Server in deiner Nähe auswählst. Bei den amerikanischen Servern war die Geschwindigkeit dann noch etwas langsamer. 

Lediglich der Ping könnte dir Probleme bereiten. Der lag in einigen Tests bei einer Verbindung mit einem amerikanischen Server bei über 200 ms, was viel zu langsam ist. Online-Games kannst du so also nicht spielen. Bei europäischen Servern lag der Wert hingegen zwischen 60 und 70 ms.

Fasse ich die Testberichte zusammen, finde ich die Geschwindigkeit in Ordnung. Verbindest du dich hauptsächlich mit europäischen Servern, bleibt die Schnelligkeit recht konstant. Weiter entfernte Server aus den USA bremsen dich zwar etwas ab, sind für Streaming aber immer noch schnell genug. Deshalb gibt es von mir 70 % für die Geschwindigkeit.

Privatsphäre & Sicherheit

Kommen wir nun zu meiner Lieblingskategorie: Privatsphäre und Sicherheit. Diese beiden Punkte sind nicht nur enorm wichtig, sondern für mich auch absolut spannend. Viele Anbieter fallen bei diesen zwei Aspekten nämlich vollkommen durch. Bislang macht Perfect Privacy einen ganz guten Eindruck – wird sich das nun ändern?

Ich starte mit der Privatsphäre. Meine Erwartungen sind hoch: Bei einem VPN mit dem Namen Perfect Privacy sollten umfangreiche Maßnahmen geboten werden, die deine Identität schützen.

Mir sind auf der Website diesbezüglich direkt einige Informationen ins Auge gesprungen. Wieso ich das so betone? Viele VPN-Dienste teilen ihren Kunden nur das Nötigste mit. Dass ich auf der Seite von Perfect Privacy so viele Informationen geliefert bekomme, finde ich super.

Du kannst den Dienst mit anonymen Zahlungsmitteln buchen. Insgesamt werden 60 Zahlungsmethoden angeboten, darunter Bitcoin und BitPay. Wenn du deine Privatsphäre effektiv schützen möchtest, solltest du dein VPN nicht mit deinem normalen Konto oder einer Kreditkarte zahlen. Der VPN-Betreiber kennt dann deine Identität und kann diese sensiblen Daten im Zweifel weitergeben. Je weniger der Anbieter über dich weiß, desto besser. 

perfectprivacy Zahlung
Dir stehen verschiedene Zahlungsmittel zur Auswahl, darunter auch anonyme.

Ich finde es also sehr gut, dass Perfect Privacy eine Zahlung mit Kryptowährungen zulässt. Hinzu kommt, dass du bei der Anmeldung lediglich eine E-Mail-Adresse hinterlegen musst. Bei anderen Anbietern kommst du nicht drum herum, deinen Namen und deine Adresse einzugeben.

Dabei verhält es sich ähnlich wie bei der Zahlung: Wenn du hier deine kompletten Daten eingibst, kennt das Unternehmen hinter dem VPN deine Identität. Das gilt es zu vermeiden.

Viele VPNs werden von zweifelhaften Firmen betrieben. Bestes Beispiel ist VPNbook: Auf der Website gibt es nicht mal ein Impressum. 

Wie sieht das bei Perfect Privacy aus? Hinter dem Dienst verbirgt sich die Vectura Datamanagement Limited Company. Über das Unternehmen lässt sich kaum etwas herausfinden – weder im positiven noch im negativen Sinne.

Die Firma hat ihren Sitz in der Schweiz. Das ist gut, denn verschiedene Staaten haben die 5/9/14 Eyes Allianz gegründet, dessen Geheimdienste Daten untereinander austauschen – eine Katastrophe für deine Privatsphäre.

Mitglieder sind beispielsweise die USA, Großbritannien, Deutschland und Italien. Die Schweiz gehört glücklicherweise nicht dazu. Hinzu kommt, dass hier strenge Gesetze zum Datenschutz gelten. In vielen Ländern innerhalb Europas sieht das ganz anders aus. Aber da die Schweiz ist ja nicht Teil der EU ist, hat sie ihre eigenen Gesetze.

eyes Countries

Im Impressum wird mitgeteilt, dass die technische Umsetzung in Panama stattfindet. Das überrascht mich nicht: Viele VPN-Betreiber haben ihren Sitz in Panama. Ähnlich wie in der Schweiz ticken die Uhren hier anders. Datenschutz ist das oberste Gut und VPN-Betreiber müssen keine Nutzerdaten an die Behörden weitergeben. 

Ein weiterer Pluspunkt: Der Anbieter lässt regelmäßig externe Audits durchführen. Dabei wird der Quellcode der Anwendung von unabhängigen Experten auf Sicherheitslücken untersucht. So kann auch überprüft werden, ob der Anbieter heimlich versucht, Daten zu sammeln. Ich konnte keine negativen Berichte über die durchgeführten Audits finden.

Zudem habe ich zufrieden festgestellt, dass Perfect Privacy keine Logs speichert. Der Dienst selbst sagt, dass sie ihren Service eher einstellen würden, als Nutzerdaten an Dritte weiterzugeben. Das versprechen viele VPN-Betreiber – bei diesem sehe ich erstmal keinen Grund, dieser Aussage nicht zu glauben.

Nach all diesen positiven Erkenntnissen habe ich noch die Android-App von Perfect Privacy mit Exodus auf Tracker untersucht: Erfreulicherweise konnten in der App keine Tracker gefunden werden. 

perfectprivacy Exodus
Keine Tracker in der Android-App von Perfect Privacy – ein gutes Ergebnis.

Bei vielen VPN-Diensten findest du in den Apps einiges an Trackern. Gerne auch die von Google und Facebook, was für deine Privatsphäre natürlich eine Katastrophe ist. 

Um meinen Privatsphäre-Test abzuschließen, habe ich mir noch die Website des Anbieters näher angeschaut. Leider gibt es hier die angesprochenen Tracker von Google. Diese haben meiner Meinung nach nichts auf der Website eines VPN-Dienstes zu suchen. 

perfectprivacy Tracker Website
Verschiedene Tracker von Google auf der Website von Perfect Privacy – schade!

Möchtest du auf Nummer sicher gehen, empfehle ich dir ProtonVPN: Die Website und die Apps sind frei von Trackern. Zudem gibt es umfangreiche Maßnahmen, die deine Privatsphäre effektiv schützen. 

Kommen wir zurück zu Perfect Privacy: Nun nehme ich die Sicherheit unter die Lupe. Erfreulicherweise handelt es sich um eine Open-Source-Anwendung. Das heißt, dass der Quellcode für jeden einsehbar ist. 

So kann die Sicherheit nicht nur im Rahmen von professionelles Audits geprüft werden, sondern von jedem Experten, Hacker und sonstigen Personen, die Interesse daran haben. Im Prinzip kann jeder, der Lust dazu hat, den Quellcode überprüfen. Das schafft Vertrauen: In einem offenen Quellcode kann nichts versteckt werden. Der Betreiber lässt quasi die Hosen runter. 

Die Verschlüsselung von Perfect Privacy ist ebenfalls überzeugend: Es gibt eine AES-256 Verschlüsselung. Der Dienst verwendet die Protokolle OpenVPN und IPsec. Damit bin ich absolut zufrieden.

Ich finde es außerdem gut, dass Perfect Privacy die Funktion NeuroRouting hat. Diese trägt ebenfalls dazu bei, dass deine Identität nur sehr schwer aufzudecken ist. Gleichzeitig verbindet sie dich automatisch mit den sichersten Servern. Zu dem Funktionsumfang des Anbieters gehört auch ein DNS-Leak-Schutz.

Fassen wir beide Aspekte zusammen: In Sachen Privatsphäre steht der Dienst ziemlich gut da. Der Hauptsitz befindet sich in der Schweiz, die technische Abteilung in Panama. Du kannst anonym zahlen und brauchst für die Anmeldung lediglich eine E-Mail-Adresse. Auch um deine Sicherheit steht es gut: Perfect Privacy verwendet die aktuellsten Protokolle und Verschlüsselungen. Deshalb gibt es von mir 90 %.

Benutzerfreundlichkeit & Support

Die Benutzerfreundlichkeit und der Support sollten bei einem VPN-Dienst ebenfalls stimmen. Viele große Dienste haben hier ihre Achillessehne: Ich bin gespannt, wie Perfect Privacy abschneidet. 

Die komplette Oberfläche steht dir auf Deutsch zur Verfügung. Es ist recht leicht, sich mit Servern zu verbinden und diese zu wechseln. Dabei hilft dir auch die “schnellster Server” Funktion, die ich für den Alltag total praktisch finde. Vor allem unerfahrene Nutzer profitieren davon enorm. 

Was mir allerdings nicht gefällt, ist das Design. Sowohl in der App als auch auf dem Desktop kommt die Anwendung ziemlich altbacken daher – hier ist definitiv noch Luft nach oben.

perfectprivacy Design
Das Design für den Windows-Client ist fast schon retro.

Zudem gibt es keine App für iOS, sondern nur eine für Android. Diese ist in ihrem Funktionsumfang auch noch eingeschränkt. So wird dir beispielsweise nicht angezeigt, wie die Auslastung der einzelnen Server ist. Es gibt außerdem kein Split Tunneling und keine Protokoll-Wahl. Das finde ich auch nicht optimal.

perfectprivacy verbindung
Die Apps scheinen schon etwas moderner gestaltet zu sein.

In Sachen Support sieht es ganz gut aus: Da das Unternehmen in der Schweiz sitzt, antwortet der Kundendienst auf Deutsch. Auf der Website findest du ein umfangreiches Hilfe-Center mit einem Forum, zahlreichen Anleitungen, einer FAQ-Sektion und einem direkten Link zum Support, welcher über ein Ticket-System abläuft.

perfectprivacy Hilfebereich
Im Hilfecenter findest du Anleitungen, FAQ sowie ein Forum mit hilfreichen Tipps.

Ich habe ein wenig recherchiert: Der Support kommt bei vielen Kunden gut an, antwortet in der Regel sehr schnell und wird als sehr hilfreich und freundlich beschrieben. Meiner Meinung nach ist der komplette Hilfe-Bereich total übersichtlich und extrem umfangreich – hier muss man dem Anbieter wirklich ein Lob aussprechen.

Insgesamt schneidet Perfect Privacy in Sachen Benutzerfreundlichkeit und Support gut ab. Die Bedienung ist einfach, der Support hilfreich und schnell. Einziger Kritikpunkt ist das in die Jahre gekommene Design. Deshalb vergebe ich 90 %.

Streaming

Viele User nutzen ein VPN hauptsächlich zum Streamen. Damit das auch einwandfrei funktioniert, sind mehrere Faktoren wichtig: Die Geschwindigkeit muss stimmen und du brauchst eine ausreichend große Server-Auswahl. Wichtig ist auch, dass die VPN-Server nicht von den Streaming-Diensten entdeckt werden. 

Infografik Wie blockt Netflix VPNs?

Zunächst habe ich mir die Server-Auswahl angeschaut: Es sind fast alle wichtigen Länder für das Streaming dabei (USA, Deutschland, Großbritannien, Schweiz). Für Nutzer im DACH-Raum wäre Österreich noch eine hilfreiche Location. Wie meine Recherchen gezeigt haben, ist auch die Geschwindigkeit für Streaming ausreichend.

Bleibt die Frage, ob die VPN-Server von Streaming-Diensten unentdeckt bleiben. Die Antwort ist ganz klar: Nein. Ob Netflix, der BBC iPlayer oder Amazon Video – das VPN wird von allen Streaming-Diensten erkannt. Damit ist klar, dass Perfect Privacy sich derzeit nicht für Streaming eignet. 

Mein Fazit: Die Geschwindigkeit und die Server-Auswahl passen, der Dienst kann das Geoblocking aber nicht umgehen. Das ausländische Netflix-Angebot kannst du so also nicht streamen. Deshalb vergebe ich nur 10 % in der Kategorie Streaming.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachdem ich das VPN nun auf Herz und Nieren geprüft habe, schaue ich mir zu guter Letzt das Preis-Leistungs-Verhältnis an. Es gibt drei Tarife. Wie du auf dem folgenden Bild sehen kannst, kostet dich der günstigste Preis 8,95 Euro – allerdings musst du dann für zwei Jahre abonnieren

perfectprivacy Tarife
Du kannst aus drei Tarifen wählen.

Damit ist Perfect Privacy definitiv im höheren Preissegment unterwegs. Du kannst den Dienst mit einem Abo auf beliebig vielen Geräten verwenden – bei vielen anderen Anbietern ist die Anzahl begrenzt. 

Was mir jedoch nicht so gut gefällt: Es gibt keine kostenlose Version und die Geld-zurück-Garantie beträgt nur sieben Tage. Andere Anbieter wie CyberGhost lassen dir 45 Tage Zeit, um den Dienst deutlich entspannter testen zu können. Mit einem Preis von 3,19 Euro für das 24-monatige Abo ist CyberGhost zudem deutlich günstiger. 

Ich denke, dass jeder Nutzer für sich abwägen muss, was ihm wichtig ist. Schaue ich mir den doch recht hohen Preis in Relation zu der gebotenen Leistung an, passt das Verhältnis für mich nicht. Andere Dienste sind schon für weitaus weniger Geld zu haben und haben einen entscheidenden Vorteil: Sie eignen sich für Streaming. 

Sind dir Sicherheit und Privatsphäre total wichtig, triffst du mit Perfect Privacy eine gute Wahl. Dann erscheint der Preis auch angemessen.

Alles in allem vergebe ich in dieser Kategorie 50 %. Wenn du ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis suchst, dann wirst du bei NordVPN fündig. Hier werden dir umfangreiche Funktionen geboten und der Dienst eignet sich gut für Streaming. Zudem stimmt der Preis.

Fazit zum Perfect Privacy Test

Mit insgesamt 65 Prozent von möglichen 100 hat Perfect Privacy in meinem Test ganz gut abgeschnitten. Vor allem in den Kategorien Privatsphäre, Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Support steht der Dienst wirklich gut da. Leider sieht es in Sachen Streaming ganz schlecht aus, weshalb für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis am Ende leider dann doch nicht stimmt.

Vorteile

  • Auf fast allen Geräten verfügbar
  • Bemerkenswerter Funktionsumfang
  • Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen
  • Firmensitz in der Schweiz
  • Sehr guter Support

Nachteile

  • Keine App für iOS
  • Tracker auf der Website
  • Altmodisches Design
  • Nicht für Streaming geeignet

Suchst du ein VPN, bei dem das Gesamtpaket überzeugt, lege ich dir ExpressVPN ans Herz. Bei meinem Testsieger werden dir umfangreiche Funktionen und Sicherheitsmaßnahmen zu einem fairen Preis geboten. Außerdem kannst du mit ExpressVPN das Geoblocking von allen großen Streaming-Anbietern umgehen. 

Hast du bereits Erfahrungen mit Perfect Privacy gesammelt? Dann freue ich mich, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt! 🙂

Inhaltsverzeichnis

Datenblatt von Perfect Privacy

FirmensitzSchweiz
Gründungsjahr2008
Serverstandorte58 Server in 25 Ländern
Gleichzeitige Geräteunbegrenzt
Geld-zurück-Garantie7 Tage
Günstigster Monats-Tarif8,95 Euro (24 Monate)
Anonyme BezahlungJa
Torrenting erlaubtJa
Deutscher SupportJa
Deutscher OberflächeJa

Ähnliche Artikel

featured image cyberghost test

CyberGhost VPN Test 2021: Unsichtbar wie ein Geist?

CyberGhost weckt mit seinem Namen und seinem Logo hohe Erwartungen bei mir: Schafft es der Dienst, dir ein weißes Laken überzuwerfen und dich online verschwinden zu lassen? Wie schlägt sich der Anbieter in meinem ausführlichen VPN Test? Das VPN ist

Weiterlesen »
featured image protonvpn test

ProtonVPN Test 2021: Wird hier Privatsphäre gelebt?

ProtonMail ist einer der renommiertesten E-Mail-Anbieter für Privatsphäre. Er genießt einen sehr guten Ruf und steht bei Privatsphäre-Experten hoch im Kurs. Ich bin also sehr gespannt, ob der Dienst auch in Bezug auf das VPN seinem Ruf gerecht wird. Im

Weiterlesen »
featured image zenmate test

ZenMate Test 2021: Sicheres VPN aus Berlin?

ZenMate ist ein VPN, das von Berlin aus betrieben wird. Zumindest dachte ich das: Bei meinen Recherchen habe ich festgestellt, dass es einem israelischen Unternehmen gehört und es bereits einen Skandal rund um DNS-Leaks gab.  Andererseits schaltet es amerikanisches Netflix

Weiterlesen »
featured image airvpn test

AirVPN Test 2021: Lösen sich die Versprechen in Luft auf?

Anonymes Surfen, eine verschlüsselte Internetverbindung und ungestörtes Streamen – all das verspricht AirVPN auf seiner Webseite. Sind diese Behauptungen aus der Luft gegriffen? Tatsächlich hält der Dienst, was er ankündigt: AirVPN ist bestechend schnell, sicher und ein guter Schutz für

Weiterlesen »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

PrivacyTutor-Leser erhalten ExpressVPN aktuell 3 Monate kostenlos.