Wieso du dein VPN 2020 nicht mehr mit Paysafecard bezahlen kannst

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Wer ein VPN nutzt, verspricht sich davon häufig Anonymität im Internet. Denn über einen solchen Service übernimmst du die IP-Adresse eines VPN-Servers – deine echte IP-Adresse bleibt dabei verborgen. Du kannst also nicht zurückverfolgt werden und surfst größtenteils anonym.

Blöd nur, dass solche Dienste Geld kosten und bezahlt werden müssen. Begleichst du diese Kosten über ein herkömmliches Konto, kennt der VPN-Anbieter deine Identität. Deshalb war Paysafecard lange so beliebt. Über den Dienst, der nach dem Prepaid-Prinzip funktioniert, konnte man anonym Geld verschicken. Wieso das nun nicht mehr geht und welche Alternativen es bei welchen Anbietern gibt, erkläre ich dir in diesem Artikel. 

Kurz und knapp: Paysafecard ist kein Zahlungsmittel mehr für VPNs

Du kannst dein VPN-Abo nicht mehr mit Paysafecard bezahlen. Der Anbieter der Prepaid-Karten sperrt alle Zahlungen an VPN-Dienste. Wenn du dein Abo anonym bezahlen möchtest, bleiben dir Kryptowährungen, andere Prepaid-Dienste oder die Zahlung in bar. Meiner Meinung nach ist dies in Deutschland aber nicht so nötig wie in Ländern, wo VPNs verboten sind.

Ich empfehle dir den Dienst ExpressVPN, da er allgemein als sehr sicher gilt und mit verschiedenen Mitteln bezahlt werden kann. Darunter auch Bitcoin und mint. 

Wieso bieten die meisten VPN-Anbieter keine Bezahlung mit Paysafecard mehr an?

Das System von Paysafecard ist ganz einfach: Du kaufst eine solche Karte z.B. in einem Kiosk oder an einer Tankstelle. Kaufst du eine Karte für 50 €, erhälst du auch eine Guthabenkarte mit demselben Wert.

Jede Paysafecard hat einen eigenen Code, der auf der Karte aufgedruckt ist. Möchtest du sie einlösen, brauchst du dafür diesen Code. Und das ist auch alles, was du brauchst: Du löst die Paysafecard über den Code ein und bist fertig. Persönliche Daten braucht es dafür nicht. 

Zahlst du beispielsweise die Kosten für deinen VPN mit Paysafecard, kennt auch der VPN-Anbieter deine Identität nicht. Du hast nie persönliche Daten eingegeben – niemand kann sie herausfinden oder vom VPN-Anbieter erhalten. 

Viele VPN-Nutzer haben ihre Anbieter via Paysafecard bezahlt, um ihre Identität nicht preisgeben zu müssen. Damit ist jetzt aber Schluss: Seit Ende Juli verweigert Paysafecard die Zahlung an VPN-Dienste. Das ist so brisant, da kurz vorher auch Mastercard, Visa und PayPal begonnen haben, Überweisungen an VPN-Anbieter zu sperren. 

Paysafecard begründet sein Vorgehen damit, dass man Kunden, die sich rechtswidrig verhalten, nicht zurückverfolgen könne. Man vermutet außerdem, dass mit einem VPN oft Schindluder betrieben wird und möchte dies nicht unterstützen.

Anonyme Bezahlung: Was spricht dafür und was dagegen?

Vom Grundgedanken macht es ja absolut Sinn, einen Dienst, der Anonymität verspricht, auch mit einem anonymen Zahlungsmittel zu zahlen. Damit soll die eigene Identität noch besser geschützt werden. Welche Vor- und Nachteile anonyme Zahlungen haben, habe ich für dich zusammengetragen.

Vorteile einer anonymen Zahlung

Es gibt auf der Welt einige Länder, in denen die Nutzung eines VPNs strengstens verboten ist. Dort kann es auch vorkommen, dass Konten und Zahlungsdienstleister staatlich überwacht werden. Wer in einem solchen Land lebt und ein VPN nutzen möchte, sollte die Kosten anonym zahlen. Zu groß ist die Gefahr, erwischt zu werden.

Das gilt tatsächlich nur für die Menschen, die in einem dieser Länder leben. Selbst wenn du dich dort aufhältst, zahlst du über eine “ausländische” Bank und diese Daten bleiben geheim. Lebst du zum Beispiel in China, Bahrain, Kuweit oder Saudi-Arabien solltest du definitiv zu einem anonymen Zahlungsmittel greifen. 

Nachteile einer anonymen Zahlung

In Deutschland gibt es meiner Meinung nach keine Gründe, die zwingend eine anonyme Zahlung deines VPN-Abos rechtfertigen. Denn die Nutzung von VPNs ist bei uns nicht verboten und wird auch nicht verfolgt. Entscheidend ist, wofür du das VPN nutzt. 

Dein Internetprovider kann in jedem Fall herausfinden, dass du ein VPN nutzt und mit welchem VPN-Server du dich verbunden hast. Was er aber nicht sieht, sind die Seiten, die du aufrufst und welche Daten du verschlüsselt überträgst. 

Du kannst also nicht verhindern, dass dein Internetprovider sieht, dass du ein VPN nutzt. Es macht also gar keinen Unterschied, wenn du dein VPN-Abo mit deiner Kreditkarte bezahlst. Dann weiß das Kreditkarteninstitut, dass du ein VPN nutzt. Und was ändert das? Die Nutzung von VPNs ist legal und es ist rein technisch gesehen unmöglich, deine Aktivitäten zu erfassen.

Du kannst dein VPN-Abo natürlich trotzdem mit einer anonymen Zahlungsmöglichkeit bezahlen. Ich bin allerdings der Meinung, dass dies für die Meisten nicht nötig ist und sich der Aufwand nicht lohnt.

Welche anonymen Zahlungsmöglichkeiten kann ich aktuell nutzen?

Wie ich dir oben schon erklärt habe, kannst du Paysafecard nicht mehr nutzen, um dein VPN-Abo anonym zu bezahlen. Es gibt aber noch einige andere Möglichkeiten, wie du den Anbieter bezahlen kannst, ohne deine Identität preiszugeben. Beachte aber, dass einzelne Zahlungsformen nicht von allen VPN-Anbietern unterstützt werden.

Bitcoin

Um Bitcoin gab es in den letzten Jahren einigen Rummel. Du kannst mit der Kryptowährung nämlich anonym zahlen. Du solltest dabei jedoch einige Dinge beachten. Wie du vielleicht weißt, sind alle Zahlungen von allen Bitcoin-Nutzern transparent und nachvollziehbar.

Wie viel Bitcoins du wem überweist, ist also verfolgbar. Deshalb solltest du bei jeder Zahlung eine andere IP-Adresse nutzen. Am besten verwendest du auch nur Einmalbitcoinadressen, um deine Identität so gut wie es geht zu verschleiern. Wenn du dir jetzt denkst, dass das ziemlich aufwendig ist, stimme ich dir zu.

Starbucks Card

Nachdem man mit Paysafecard keine VPN-Dienste mehr bezahlen kann, bleibt die Möglichkeit, auf andere Prepaid-Karten umzusteigen. Es gibt beispielsweise auch eine Starbucks Card, die du genauso wie die Paysafecard nutzen kannst.  

Es bleibt abzuwarten, ob auch die anderen Anbieter von Prepaid-Karten bald nachziehen und Zahlungen an VPN-Dienste sperren. Außerdem akzeptieren viele VPN-Anbieter solche Karten nicht als Zahlungsmittel.

Bargeld

Kurioserweise kannst du einige VPN-Dienste auch mit Bargeld bezahlen. Anonymer geht es kaum. Du bekommst dann eine Postadresse, an die du einen Umschlag mit Geld und der Zugangskennung des Dienstes schickst. Dafür braucht es zum einen Geduld – es dauert natürlich, bis das Geld da ist – und zum anderen Vertrauen. Wer schickt schon einen Umschlag mit Bargeld an eine Adresse?

Das hat aber natürlich den Vorteil, dass deine Zahlung digital nirgends auftaucht und gar nicht nachvollziehbar ist.

Prepaid Kreditkarten

Wenn du deine Kreditkarte nicht nutzen möchtest oder du noch keine haben darfst, kannst du eine Prepaid Kreditkarte verwenden. Du kannst sie an vielen Tankstellen kaufen. Halte zum Beispiel Ausschau nach der Visa MyWireCard. 

Zahle die Karte in Bar und aktiviere sie über ein Prepaid Handy. Am besten gibst du dabei nicht deine echte Daten ein. Du kannst den Betrag dann einfach online ausgeben, ohne deine Identität preisgeben zu müssen. 

Solche Prepaid Kreditkarten sind aber meistens mit Aufladegebühren verbunden, außerdem brauchst du ja auch noch eine Prepaid-Handykarte. 

Diese 3 VPN-Anbieter mit anonymen Zahlungsmöglichkeiten empfehle ich dir

Da du deinen VPN-Anbieter nicht mehr mit einer Paysafecard bezahlen kannst, muss eine Alternative her, wenn du anonym zahlen möchtest. Ich habe 3 Favoriten unter den VPN-Diensten – welche Funktionen und vor allem welche Zahlungsmöglichkeiten sie dir bieten, erfährst du in diesem Kapitel. 

Platz 1: ExpressVPN

ExpressVPN ist mein Favorit unter den VPN-Anbietern. Er gilt als sehr sicher, umgeht das Geoblocking zuverlässig und ist simpel in der Bedienung. Anonym zahlen kannst du mit:

  • Bitcoin
  • Mint 
  • WebMoney 

ExpressVPN unterstützt also noch Prepaid-Karten – ob die Zahlungsdienste Zahlungen an ExpressVPN ausführen, steht auf einem anderen Blatt. ExpressVPN bietet zusätzlich noch folgende Zahlungsmöglichkeiten an, diese sind aber nicht anonym:

  • Kreditkarte
  • Sofortüberweisung
  • PayPal
  • Alipay
  • UnionPay
  • iDEAL
  • Klarna
  • Giropay
  • Interac

Das Jahresabo von ExpressVPN kostet dich 6,67 Dollar pro Monat.

Platz 2: NordVPN

Auch NordVPN bietet seinen Kunden anonyme Zahlungsmöglichkeiten an. Das freut mich, denn der Dienst ist meiner Erfahrung nach wirklich gut. Du kannst dein Abo anonym über folgende Kryptowährungen bezahlen:

  • Bitcoin
  • Litecoin
  • Dash
  • Ripple Coin
  • Ethereum
  • Monero

Zusätzlich bietet NordVPN diese Zahlungsarten, die nicht anonym sind:

  •  Sofortüberweisung
  • Kreditkarte
  • Stripe
  • Amazon Pay
  • PayPal
  • Alipay
  • UnionPay

Du musst für das Jahresabo einen Betrag von 6,22 Euro pro Monat aufbringen.

Platz 3: CyberGhost

CyberGhost ist ebenfalls einer meiner Favoriten unter den VPN-Diensten. Zahlen kannst du mit folgenden anonymen Methoden:

  • Bitcoin 
  • Bar (als Boxversion)

Paysafecard war bislang eines der möglichen Zahlungsmittel, aber der Anbieter schreibt auf seiner Webseite selbst, dass sich das wohl erledigt hat. 

Du kannst auch ganz klassisch damit zahlen: 

  • PayPal
  • Kreditkarte
  • Lastschrift
  • Sofortüberweisung

Das Jahresabo kostet dich 4,89 Euro pro Monat.

Fazit: Anonyme Zahlungsmittel für VPNs sind in Deutschland nicht für jeden ein Muss

Da du VPNs nicht mehr mit Paysafecards zahlen kannst, musst du entweder auf ein anderes anonymes Zahlungsmittel zurückgreifen oder auf “herkömmlichem” Wege bezahlen. Ich bin der Meinung, dass der Aufwand für anonyme Zahlungsmöglichkeiten viel zu groß ist und es in Deutschland für die Meisten nicht nötig ist.

Hat dir mein Artikel weitergeholfen? Dann freue ich mich, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt! 🙂

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