VPN Iran – eine harte Nuss zu knacken?

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Iran hat eine traurige Berühmtheit, was Internetzensur angeht. Hier haben Nutzer einen besonders schweren Stand gegenüber einem theokratisch gesteuerten Staat, der ihnen moralische Vorschriften macht und alles Unliebsame verbietet. Da kommt Iran weltweit gleich hinter China auf den zweiten Platz des staatlichen Blockierens von Internetseiten. Nur mit einem VPN für den Iran schafft man es, seine online Freiheiten zurückzubekommen.  

Ein VPN ist nämlich ideal, um das Geoblocking zu umgehen und auf gleiche Weise der Zensur zu entweichen. Was es genau damit auf sich hat und welche VPNs die besten für den Iran eignen, erfährst du in diesem Artikel.

Kurz und knapp: Mit VPN im Iran nimmst du den Kampf gegen Bevormundung auf

Im Iran besteht nicht nur das Problem, dass du gewohnte und geschätzte Streaming-Seiten aufgrund des Geoblockings nicht aufrufen kannst. Hier stehst du noch vor etwas viel Größerem, nämlich einer stetig wachsenden Internetzensur. Dem nationalen Internet im Iran kannst du nur entgehen, wenn du vor Reiseantritt ein VPN auf deinen internetfähigen Geräten installierst. 

Mit einem VPN kannst du deine IP-Adresse ändern und mit einer ausländischen, beispielsweise einer deutschen IP-Adresse aus auf das Internet zugreifen. Ich empfehle dir dafür ExpressVPN, der aus meinem Vergleich als Sieger hervorgegangen ist. Dieser Anbieter ermöglicht dir den geschützten Zugang zu gesperrten Seiten im Iran. 

Was ist ein VPN?

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptierst du die Datenschutzerklärung von Youtube.

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Ein Virtuelles privates Netzwerk (VPN) schaltet sich nach der Einrichtung zwischen dein Endgerät und den örtlich vorgefundenen Einwahlpunkt ins Internet. Das hat verschiedene Effekte: 

Deine gesamte Kommunikation im Internet läuft über eine andere IP-Adresse als deiner echten vor Ort. Als was dein angeblicher Standort dann gesehen wird, hast du in der Hand. Mit einem VPN kannst du nämlich jederzeit deine IP-Adresse ändern, und zwar durch Auswahl eines Servers, den dir der VPN Dienstleister bieten kann. Siehst du aus wie ein Internetsurfer aus, sagen wir, Südamerika, interessiert es im Iran niemanden, was du im Netz so treibst. Noch dazu wird diese Kommunikation verschlüsselt. 

Warum ein VPN für den Iran?

Selten wirst du in einem Land unterwegs sein, wo sich ein VPN derart lohnt. Wie gesagt, Iran ist ganz vorne dabei, wenn es darum geht, die Freiheit des Internets zu bekämpfen. Du findest kaum ein anderes Land, wo du dich vor Überwachung und  Zensur mehr schützen möchtest, als hier.

So schützt du dich mit einem VPN

Überwachung umgehen & Anonymität erlangen

Niemand will sich gerne überwachen lassen, auch Iraner nicht, die mit ihrem Regime nichts anfangen können. Du als Reisender im Iran willst natürlich genauso wenig darunter leiden. Aus diesem Grund ist ein VPN im Iran so nützlich, denn mit diesem Dienst gelangst du an mehr Anonymität im Internet und kannst so der Überwachung entgehen. 

Mit einem zuverlässigen und seriösen VPN-Dienst wird deine IP-Adresse verschleiert. Deine Identität ist somit unklar und deine Daten werden auf dem entscheidenden letzten Abschnitt verschlüsselt – keiner kann sie auswerten und deiner Person zuordnen. Wichtig dabei ist es aber, auf einen vertrauenswürdigen VPN-Anbieter zu setzen. Nur so kannst du deine Privatsphäre effektiv schützen. 

Schutz vor Hackerangriffen

Hacking gibt es selbstverständlich auch im Iran. Wenn nicht im staatlichen Auftrag, dann eben privat. Anders als in den üblichen Darstellungsweisen von Hackern (Hoodie, Sonnenbrille) siehst du ihnen ihre Tätigkeit im wahren Leben nicht an; es kann also auch gut der freundliche Typ auf dem Nachbarplatz im Internetcafé sein. 

Beliebt sind Hackerattacken auf ahnungslose Besucher von öffentlichem WLAN. Hier musst du dich schützen mit dem Hochfahren des VPN, noch bevor du dich im WLAN anmeldest. Nur so verhinderst du, dass ein möglicher Hacker auf dein Gerät zugreift. Die Verschlüsselung in deinem Datentunnel sperrt ihn aus. 

Internetzensur umgehen

Die Liste unliebsamer Seiten ist im Iran beachtlich lang. Bereits seit Jahren zensiert der iranische Staat das Internet und gewährt seinen Bürgern keinen freien Zugang zum World Wide Web. Neben Webseiten mit pornografischen, homosexuellen und regierungskritischen  Inhalten, wurden auch kurzerhand Plattformen wie YouTube, Telegram, Facebook oder Organisationen wie Amnesty International und viele weitere einfach gesperrt. 

Das Ziel ist es, ein nationales Internet zu schaffen und somit volle Kontrolle darüber zu gelangen, welche Informationen an die iranische Bevölkerung gelangen und welche nicht. Auch VPNs sind der Regierung daher ein Dorn im Auge. 

Um Webseiten, die nicht die Billigung des Staates finden, weiterhin aufrufen zu können, musst du dein VPN unbedingt vor der Reise auf deinen internetfähigen Geräten installieren. Erst kürzlich wurde ein neues Gesetz verabschiedet, was die Nutzung von VPN-Diensten untersagt. Da die Webseiten der Anbieter einfach gesperrt werden, kannst du im Iran kein VPN mehr herunterladen. Willst du der Zensur im Iran entgehen, musst du vorbereitet sein. 

Geoblocking austricksen & uneingeschränkt streamen

Dass Inhalte von Dienstleistern wie Streamingdiensten vom Standort des Nutzers abhängig gemacht werden, ist nichts Neues. Dieses Prinzip nennt man Geoblocking. Die gute Nachricht: dein VPN macht die geografischen Sperren unwirksam. Nicht nur im Iran, sondern eigentlich überall. 

Infografik Mit einem VPN Geo-Restriktionen umgehen

In Deutschland kann dir auch ein Inhalt vorenthalten werden, weil der Streamingdienst die Ausstrahlungsrechte nicht für Nutzer in Deutschland erworben hat. In jedem Fall ist die Antwort ein VPN-Server, der dir eine IP-Adresse aus einem Land deiner Wahl verschafft. Nutzt du beispielsweise Netflix mit einem VPN, kannst du jederzeit auf das deutsche Sortiment zugreifen.

Oder du wirfst mal einen Blick darauf, was es im Iran so auf Netflix gibt, während du in Deutschland bist. Du kannst dich von Deutschland aus nämlich in jedes Land tunneln, die der VPN-Dienst anbietet. So kannst du auch eine VPN-Verbindung nach Neuseeland herstellen oder das VPN für Polen nutzen, um Nachrichten oder TV-Sender zu streamen. Hier sind keine Grenzen gesetzt.

VPN Iran: Diese 3 VPN-Anbieter empfehle ich dir

Wie ich bereits erwähnt habe, ist es wichtig, einen zuverlässigen und vertrauenswürdigen VPN-Anbieter für den Iran zu wählen. Du musst dich aber nicht durch lange Listen von VPN Diensten ackern, um die beste Auswahl zu treffen. Ich habe diese nämlich für dich bereits getestet. Die drei besten VPNs für den Iran stelle ich dir nun kurz vor: 

Sieger aller Klassen: ExpressVPN

ExpressVPN verschiedene Geräte

Günstigster Monats-Tarif: ca. 5,60€ (15 Monate)
Geld-zurück-Garantie: 30 Tage
PrivacyTutor-Angebot: 3 Monate kostenlos

Meine absolute Empfehlung ist ExpressVPN. Hier findest du IP-Adressen an weltweit 160 Standorten, verteilt in 94 Länder. Einer davon wird sicher immer passen, um der Internetzensur im Iran zu entgehen. ExpressVPN ist meiner Erfahrung nach zuverlässig und einer der etabliertesten Anbietern auf dem Markt. Das Geoblocking von großen Streaming-Plattformen wie Netflix und Amazon Prime kannst du mit diesem VPN problemlos umgehen.

ExpressVPN Windows Programm Oberfläche
ExpressVPN ist übersichtlich und auch für Anfänger geeignet.

Was ExpressVPN allerdings nicht hat, ist ein VPN-Server im Iran. Das bedeutet, du kannst mit diesem Dienst keine iranische IP-Adresse erlangen. Das wäre eventuell für Streaming interessant, ansonsten kann man damit aber sowieso nicht viel anfangen, da das Internet ja zensiert wird, sobald man mit einer IP-Adresse aus dem Iran darauf zugreift.  

Ich bin voll überzeugt von der Funktionsbreite. ExpressVPN kommt mit einer intuitiv zu erlernenden Nutzeroberfläche daher. Im Jahr kostet dich der Dienst ca. 5,60 Euro monatlich.  Ist dir ein Jahresabo zu lang, kannst du auf Halbjahres- oder Monatsabo ausweichen, die dann natürlich mehr im Monat kosten. Bist du nicht zufrieden, kannst du dich innerhalb der ersten 30 Tage wieder von dem Dienst scheiden lassen, ohne dein Geld zu verlieren.

Ausgewogener Preis-Leistungs-Favorit: NordVPN

NordVPN Logo

Günstigster Monats-Tarif: 3,15€ (24 Monate)
Geld-zurück-Garantie: 30 Tage
Website: www.nordvpn.com

Wer Abstriche vertragen kann und dafür weniger zahlen möchte, dem sei NordVPN ans Herz gelegt. Der Funktionsumfang ist immer noch mehr als ansehnlich. Es gibt über 5000 Server in 60 Ländern. Wie bei ExpressVPN ist auch hier kein Serverstandort im Iran vertreten. Für die Nutzung im Iran ist NordVPN aber eine gute Wahl. Der Anbieter ist seriös und zuverlässig. Bei Problemen hilft der kompetente Support gut weiter. 

NordVPN Windows Programm Oberfläche
Die Oberfläche von NordVPN ist für meinen Geschmack etwas zu verspielt.

Aufgrund des Firmenstandortes in Panama müssen keine Aufzeichnungen zu deinem Datenverkehr angelegt werden. Das ist ein weiterer Vorteil in Bezug auf den Schutz deiner Privatsphäre. Die Bedienoberfläche halte ich dagegen für verbesserungswürdig, ebenso die gemessenen Geschwindigkeiten im Datentunnel. 

Am günstigsten tunnelst du, wenn du das 2-Jahres-Abo wählst. Der Dienst kostet dich dann 2,97 Euro im Monat. Dank der 30 Tage Geld-zurück-Garantie kannst du auch hier erst einmal ausgiebig testen, ob dir der Anbieter zusagt. 

Bestes deutsches VPN: CyberGhost

CyberGhost Logo

Günstigster Monats-Tarif: 2,00€ (39 Monate)
Geld-zurück-Garantie: 45 Tage
Website: www.cyberghostvpn.com

Hinter dem niedlichen Ghost-Icon verbirgt sich ein ernstzunehmender Dienstleister, der dir für wenig Geld sehr wahrscheinlich zufriedenstellende Funktionen bieten kann. CyberGhost wurde in Deutschland entwickelt, der Firmensitz befindet sich aber in Rumänien. Das ist ein großer Pluspunkt für deine Privatsphäre, da hier keine Nutzerdaten gesammelt werden müssen. Als VPN für den Iran ist CyberGhost optimal.

Der Anbieter bietet sogar 14 Server im Iran. Mit CyberGhost kannst du also eine IP-Adresse aus dem Iran simulieren und das Streaming-Angebot im Land nutzen.  

CyberGhost Iran
CyberGhost ist einer der wenigen Anbieter, der VPN-Server im Iran hat.

Auf den Kundendienst kann man sich meiner Erfahrung nach leider nicht zu 100 % verlassen. Dafür ist CyberGhost aber unschlagbar günstig: Der Monatspreis kommt im besten Paket auf nur 2,00 Euro, wenn du dich auf 27 Monate bindest. Bei Halbjahresabo sind es schon 5,39 Euro, der Einzelmonat liegt sogar höher als bei NordVPN, nämlich bei fast 12 Euro. Vom Vertrag zurücktreten kannst du hier innerhalb 45 Tagen.

Fazit: VPN in Iran – wenn nicht hier, wo sonst?

Ein VPN im Iran ist sehr wichtig, denn nur so kannst du dich der Bevormundung des Staates entziehen. Nach China ist es die iranische Regierung, die die meisten Webseiten sperrt und ein nationales Internet für die Bevölkerung anstrebt. Mit einem VPN kannst du aber der Zensur entgehen. Zusätzlich gelangst du an ein höheres Level an Anonymität im Netz und du kannst Geoblockaden umgehen. 

Da aber auch VPN-Dienste mittlerweile verboten werden, hast du keine Möglichkeit einen solchen Dienst zu installieren, sobald du dich im Iran aufhältst. Deshalb ist es notwendig, ein VPN bereits vor Reiseantritt zu installieren. Ich empfehle dir ganz klar ExpressVPN. Der Anbieter überzeugt in allen Kategorien und sorgt für eine zuverlässige und stabile VPN-Verbindung. 

Hast du Erfahrungen mit einem VPN im Iran? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen! 😉 

*Dieser Text enthält Provisions-Links. Mehr dazu erfährst du hier.
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