Geoblocking umgehen: So gelingt es in 2020

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Ich habe oft den Eindruck, dass das Internet uns vereint. Auch mit weit entfernten Freunden und Bekannten kann man heutzutage über das Internet in Kontakt bleiben. Schaust du aber genauer hin, ist dir vielleicht schon aufgefallen, dass es auch im Internet Ländergrenzen gibt – und zwar durch Geoblocking.

Aufgrund dieser “Ländersperren” kannst du an deinem Standort mitunter nicht alle gewünschten Inhalte aufrufen. Vor allem bei Streaming-Diensten wie Netflix sind viele Nutzer vom Geoblocking betroffen. Was es damit genau auf sich hat und wie du es umgehen kannst, erkläre ich dir in diesem Artikel. 

Kurz und knapp: Mit einem VPN kannst du Geoblocking umgehen

Das Geoblocking ist eine Ländersperre, mit der Nutzer an bestimmten Standorten ausgesperrt und blockiert werden. Bist du im Urlaub in Thailand kannst du auf einige Netflix-Inhalte nicht zugreifen – über deine IP-Adresse wirst du geortet und anschließend durch das Geoblocking ausgesperrt.

Es gibt verschiedene Methoden, diese Sperren zu umgehen. Ich empfehle dir, dafür ein VPN zu nutzen. Denn es verschlüsselt deine Kommunikation und schützt deine sensiblen Daten.

Mein Favorit dafür ist ExpressVPN. Der Anbieter umgeht das Geoblocking zuverlässig und gilt als sehr sicher.

Was ist Geoblocking?

Alle internetfähigen Geräte wie Smartphones, Tablets und Computer wählen sich mit einer individuellen IP-Adresse in das Internet ein. Über diese IP-Adresse, kann dein Standort lokalisiert werden – ähnlich wie bei einer Postleitzahl oder Telefonvorwahl. 

Rufst du im Internet einen Dienst auf, erkennt er, wo du dich befindest. Nehmen wir einmal ein Beispiel: Du bist im Urlaub und möchtest den ZDF Livestream starten. Du öffnest die Webseite und plötzlich erscheint die Meldung, dass der Livestream nur innerhalb von Deutschland gezeigt werden darf.

Infografik Was ist Geoblocking

Das liegt daran, dass die meisten Fernsehsender nur die Ausstrahlungsrechte für ihr jeweiliges Land haben. Sprich, sie dürfen ihre Inhalte nicht im Ausland ausstrahlen. Ein Verstoß gegen diese Rechte würde zu hohen Strafen führen, weshalb die Sender sich mit Geoblocking schützen möchten.

Wenn du nun im Urlaub bist und die Webseite des ZDF öffnest, verrät deine IP-Adresse, dass du nicht in Deutschland bist. Mittels Geoblocking wird dein Zugriff auf den Livestream blockiert. Dieser Vorgang findet übrigens bei allen Streaming-Diensten statt. Auch Netflix, Sky Go und Amazon Video sperren dich gegebenenfalls mittels Geoblocking aus.

Wie kann ich Geoblocking umgehen?

Wenn du das Geoblocking umgehen möchtest, brauchst du ein Hilfsmittel. Ansonsten wird es dir nicht möglich sein, die Sperren zu umgehen. Das geht nämlich nur, indem du deine echte IP-Adresse verschleierst. 

Ich stelle dir nun drei gängige Methoden vor, mit denen du Geoblocking umgehen kannst.

VPN

Die Abkürzung VPN steht für virtuelles privates Netzwerk. Virtuell meint, dass ein solches Netzwerk nicht physischer Natur ist. Du bist also nicht über ein Kabel damit verbunden, sondern eben nur virtuell. Du kannst dich mit einem VPN in ein Netzwerk einklinken, ohne physisch damit verbunden zu sein.

Du übernimmst dann die IP-Adresse des Netzwerks. Deine echte IP-Adresse wird verborgen und nur noch die IP-Adresse des VPN-Servers kann zurückverfolgt werden.

Infografik So umgehst du das Geoblocking

Das hat natürlich den Vorteil, dass auch dein wahrer Standort nicht ermittelt werden kann. Und genau so trickst du das Geoblocking aus. Über ein VPN kannst du dich nämlich mit Servern aus verschiedenen Ländern verbinden.

Bleiben wir bei dem Beispiel aus dem vorherigen Kapitel: Du möchtest im Urlaub den ZDF Livestream abspielen. Dann kannst du dich über ein VPN mit einem deutschen Server verbinden. Du hast dann eine deutsche IP-Adresse und kannst den Livestream problemlos starten.

Proxy-Server

Du kannst dir einen Proxy-Server wie einen Mittelsmann für deine Internetverbindung vorstellen. Ohne Proxy rufst du eine Webseite auf und es wird eine Verbindung von deinem Endgerät zu dem Server hergestellt, auf dem die Webseite liegt. Ein Proxy wird quasi zwischen dich und den Server der Webseite geschaltet.

Proxys haben den Vorteil, dass du ebenso wie bei einem VPN die IP-Adresse übernimmst. Somit kannst du Geoblocking problemlos austricksen.

Unterschied zwischen VPN und Proxy

Proxys hängen VPNs aber in Sachen Sicherheit hinterher. Deine Verbindung zu einem VPN-Server ist verschlüsselt – deine Verbindung zum Proxy-Server allerdings nicht. 

Smart-DNS

Smart-DNS täuscht Internetseiten eine andere IP-Adresse vor als deine eigene. Das funktioniert, indem der Datenaustausch mit einer geblockten Seite so umgeleitet wird, dass es so aussieht, als würdest du dich in dem entsprechend Land befinden. 

Du behältst dabei deine volle Leitungskapazität, da nur die Identifizierung über Smart-DNS stattfindet. Der Datenverkehr läuft über deine eigene Leitung weiter.

Diese kostenlosen VPN-Anbieter könntest du nutzen

Wer ein VPN nutzen möchte, muss sich zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Anbietern entscheiden. Von komplett kostenlosen Anbietern halte ich nicht viel. Ich stelle immer wieder fest, dass sie Geoblocking nicht umgehen können. Du solltest dir bei kostenlosen Diensten außerdem immer Sorgen um die Sicherheit deiner Daten machen.

Es gibt aber eine gute Alternative: Bezahlte VPN-Anbieter, die kostenlose Varianten anbieten. Diese sind dann zwar etwas abgespeckt, aber zum Umgehen von Geoblocking reicht das allemal. Nur wenn du über längere Zeit Streamen möchtest, könnten die Varianten an ihre Grenzen stoßen.

Hier meine sechs Favoriten:

  • ProtonVPN (unlimitiertes Datenvolumen // 3 Länder)
  • Windscribe (10 GB Datenvolumen monatlich// 10 Server-Standorte)
  • Hotspot Shield (500 MB Datenvolumen täglich // 1 Server-Standort)
  • Hide.me (2GB monatliches Datenvolumen // 5 Server-Standorte)
  • Tunnelbear (500 MB monatliches Datenvolumen)
  • trust.zone (1 GB Datenvolumen // Max. 3 Tage)

Diese 3 VPN-Anbieter kann ich dir empfehlen

Wenn du das VPN hauptsächlich zum Streamen nutzen möchtest, hast du mit einem kostenpflichtigen Anbieter mehr Spaß. Denn dann hast du uneingeschränkten Zugriff auf alle Funktionen und das volle Datenvolumen.

Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema VPN und habe inzwischen meine Favoriten. Meine Top 3 stelle ich dir nun vor.

Platz 1: ExpressVPN

ExpressVPN ist mein persönlicher Favorit: Die Funktionen haben mich in meinen Tests komplett überzeugt. Die Bedienung des Diensts ist simpel. Auch wenn du noch nie ein VPN genutzt hast, solltest du dich schnell zurechtfinden. Falls nicht, kannst du dich auch immer an den Kundensupport werden. Dieser ist meiner Erfahrung nach nämlich sehr hilfreich und engagiert. 

Bei ExpressVPN stehen dir Server aus 94 Ländern zur Auswahl, das sind ziemlich viele. Zum Umgehen von Geoblocking ist das natürlich ideal. Hinzu kommt, dass das Streaming mit den schnellen Übertragungsraten echt gut funktioniert. Der Dienst gilt außerdem als sehr sicher – Datenschutz wird hier großgeschrieben.

Was das Umgehen von Geoblocking betrifft, habe ich mit ExpressVPN nur gute Erfahrungen gemacht. Der Dienst ist diesbezüglich sehr zuverlässig.

Das Jahresabo von ExpressVPN bekommst du für 6,67 Dollar pro Monat. Es gibt dabei eine 30 Tage Geld-zurück-Garantie.

Platz 2: NordVPN

NordVPN belegt den zweiten Platz in meinem Ranking. Die gute Benutzeroberfläche ermöglicht eine schnelle und intuitive Bedienung. Im Umgehen von Geoblocking ist der Dienst meiner Erfahrung nach meistens zuverlässig. 

Der Anbieter sitzt auf Panama – dort müssen die Nutzerdaten nicht gespeichert werden. Das Jahresabo von NordVPN kostet dich 6,22 Euro pro Monat und es gibt eine 30 Tage Geld-zurück-Garantie. Das 3-Jahresabo ist sogar noch preiswerter. 

Ich habe zwei Nachteile bei NordVPN entdeckt: Die Server-Auswahl ist verwirrend und die Übertragungsrate hinkt manchmal ein wenig hinterher. 

Platz 3: CyberGhost

Auf dem dritten Platz in meinem Ranking steht CyberGhost. Hier ist mir vor allem das schöne Benutzerinterface aufgefallen. Die Nutzung ist einfach und intuitiv. Auch als Einsteiger sollte es damit keine Probleme geben.

Der Dienst wurde in Deutschland entwickelt und hat einen automatischen Kill-Switch. Den Support fand ich in meinen Tests nicht überzeugend.

Was das Umgehen von Geoblocking betrifft, empfinde ich CyberGhost als meistens zuverlässig. In meinen Tests hat es nicht immer geklappt. Dafür ist das Jahresabo mit einem Preis von 4,89 Euro pro Monat vergleichsweise günstig und es gibt sogar eine 45 Tage Geld-zurück-Garantie.

Geoblocking innerhalb der EU 

Innerhalb der EU solltest du eigentlich keine Schwierigkeiten mit Geoblocking haben. Dank der EU-Portabilitätsverordnung muss es dir ermöglicht werden, dass du deine bezahlten Abos in allen Ländern der EU wie in deinem Heimatland nutzen kannst. Und zwar unter den gleichen Bedingungen und ohne (!) Zusatzkosten.

Gesetz
Dank der EU-Portabilitätsverordnung kannst du kostenpflichtige Dienste innerhalb der EU wie gewohnt nutzen

Ein Hoch auf diese Verordnung, denn sie macht vieles einfacher. Angenommen du fährst für ein Wochenende nach Frankreich, dann kannst du Netflix, Amazon Video und Co. dort problemlos streamen.

Schwieriger wird es, wenn du z.B. den ZDF Livestream nutzen möchtest. Da greift die Verordnung nicht, da es sich ja nicht um einen bezahlten Dienst handelt. Du müsstest also ein VPN nutzen, um das Geoblocking zu umgehen. 

Geoblocking im Ausland umgehen

Wenn du in ein Land reist, das nicht zur EU gehört, könnte dir das Geoblocking Probleme bereiten. Bedenke, dass auch die Schweiz und Großbritannien nicht zu Europa gehören. Mit einem VPN kannst du einen anderen Standort vortäuschen und wie gewohnt Streamen. 

Mehr dazu erfährst du in meinen ausführlichen Artikeln:

Geoblocking umgehen: Ist das legal?

Das Umgehen von Geoblocking ist in Deutschland eine Grauzone. Du könntest damit möglicherweise eine “Urheberrechtsverletzung in Form einer illegalen Umgehung einer wirksamen technischen Schutzmaßnahme” begehen (§ 95a Abs. 2 Satz 1 UrhG).

Die Behörden und die Streaming-Dienste haben allerdings das Problem, dass sie ein solches Vergehen nur sehr schwer aufdecken können. Deshalb fokussieren sie sich darauf, die eigenen Schutzmaßnahmen auszuweiten, anstatt Nutzer zu verfolgen, die das Geoblocking austricksen. 

Fazit: Wenn du Geoblocking umgehen möchtest, ist ein VPN eine gute Wahl

Ich bin der Meinung, dass ein VPN die beste Möglichkeit ist, Ländersperren zu umgehen. Es ermöglichtdir, einen anderen Standort vorzutäuschen und schützt dabei noch deine sensiblen Daten. Mein Favorit dafür ist ExpressVPN, da hier einfach alles passt.

Hat dir mein Artikel weitergeholfen? Dann freue ich mich, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt! 🙂

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