Netflix in Russland: So funktioniert es

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Die russische Regierung zensiert das Internet – das ist keine Neuheit! Die letzten Ereignisse zeigen aber noch einmal erneut, welch eine Macht dahintersteckt. Die russische Bevölkerung wird derzeit immer weiter von dem freien Internet abgeschnitten.

Laut Vertragsregeln war Netflix dazu verpflichtet, Inhalte russischer Staatssender über die Plattform zu übertragen. Aufgrund der letzten Geschehnisse rund um die Ukraine und Russland hat Netflix nun seinen Betrieb komplett eingestellt. Nutzer in Russland können nicht länger auf den Streaming-Dienst zugreifen. Möchte man außerstaatliche TV-Sender und Netflix weiterhin streamen, braucht man ein VPN. Damit umgehst du nicht nur das Geoblocking, du entgehst so auch der Internetzensur und schützt dich vor möglichen Cyberangriffen.

Kurz und knapp: So schaust du Netflix in Russland

Aus lizenzrechtlichen Gründen unterscheidet sich das Netflix-Angebot von Land zu Land. Anhand deiner IP-Adresse merkt Netflix in welchem Land du dich befindest. Nutzt du ein VPN, kannst du deinen Standort verschleiern und erhältst eine ausländische IP-Adresse. So sieht Netflix nicht länger, dass du dich in Russland befindest. Durch den Rückzug von Netflix aus Russland kann es sein, dass du dir einen neuen Account anlegen musst.

Daher ist es enorm wichtig, dass dein VPN zuverlässig und sicher ist. Meine Empfehlung ist CyberGhost. Dieser Anbieter funktioniert meiner Recherche nach noch in Russland. Verbindest du dich darüber mit einem VPN-Server in beispsielsweise Deutschland, hast du wieder Zugriff auf Netflix.

Warum ist der Zugriff auf Netflix in Russland schwierig?

Wer noch vor dem Krieg Netflix in Russland schauen wollte, ist dabei auf Schwierigkeiten gestoßen. Die sehr starke Internetzensur in Russland kann schon fast mit den Zuständen in China verglichen werden.

Seitdem die russische Regierung in 2012 das erste Gesetz zur Internetzensur einführte, gab es jährlich weitere Verschärfungen und Reglementierungen. Das Gesetz wurde ursprünglich eingeführt, um Kinder vor gefährlichen Inhalten im Internet zu schützen. 

Im April 2019 wurde dann das „Gesetz über das souveräne Internet“ verabschiedet. Der Regierung ist es mit diesem möglich, das russische Internet vom weltweiten Netz abzukoppeln. Dies sei notwendig, um das russische Netz vor Cyber-Angriffen aus dem Ausland, vor allem aus den USA, zu schützen. 

Gesetz
Durch Gesetze ist das Internet in Russland eingeschränkt

Ein weiteres neues Gesetz gibt der Roskomnadzor, der Medienaufsicht Russlands, eine viel größere Befugnis, Internetseiten zu sperren. Zensiert werden können alle Inhalte, die Kritik an der Regierung darstellen. Es können außerdem Webseiten geblockt werden, auf denen laut Meinung der Behörden die Unwahrheit verbreitet wird.

Die neuen Gesetze führen zu einer immer stärker werden Internetzensur in Russland. Auch Streaming-Dienste wie Netflix sind von den neuen Vorschriften betroffen. Das Gesetz sieht nämlich auch vor, dass Roskomnadzor Informationen zur Verfügung gestellt werden müssen, mit denen sie die Zielgruppe des Dienstes analysieren können.

Zudem sollte Netflix diverse staatliche TV-Sender über die Plattform übertragen. Da sich Netfllix aber weigerte, russisches Fernsehen zu zeigen, bzw. keine große Diskussion eingehen wollte, zog sich der Dienst jetzt komplett aus dem Land zurück. Die russische Bevölkerung hat nicht länger Zugriff auf Netflix, alle Konten wurden gekündigt.

Netflix in Russland streamen: Geht das überhaupt noch?

Befindest du dich in Russland und möchtest weiterhin Netflix nutzen, dann brauchst du einen zuverlässigen VPN-Dienst. Solch ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) verschafft dir eine neue IP-Adresse. Daran erkennt Netflix nämlich, in welchem Land du dich befindest. Bist du über einen VPN-Server in beispielsweise Deutschland mit dem Internet verbunden und greifst dann auf Netflix zu, solltest du erneut ein Konto erstellen und den Streaming-Dienst dann wieder nutzen können.

In Bezug auf die Internetzensur hat das VPN einen weiteren großen Nutzen: Es überträgt sämtliche Daten verschlüsselt. Es ist den russischen Behörden somit nicht möglich einzusehen, welche Seiten du aufrufst und welche Daten du verschickst. Da die Daten komplett uneinsehbar sind, können sie außerdem nicht gesperrt werden. Das bedeutet, du hast mit einem zuverlässigen VPN wieder vollen Zugriff auf das Internet außerhalb Russlands.

Infografik So umgehst du das Geoblocking von Netflix

Die russische Regierung versucht natürlich zu verhindern, dass du einen VPN-Dienst nutzen kannst. Aus diesem Grund wurden auch bereits vor dem Krieg schon die Webseiten diverser VPN-Betreiber gesperrt. Mein Testsieger ExpressVPN zum Beispiel hat bereits alle VPN-Server in Russland eingestellt. Meine Tests haben aber gezeigt, dass es durchaus möglich ist. Mehr dazu erfährst du weiter unten. 

Wenn du mit Hilfe eines VPNs das Geoblocking umgehen möchtest, findest du hier eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung von mir.

So schaust du Netflix in Russland

Da Netflix den Betrieb in Russland eingestellt hat und sämtliche Nutzerkonten von der russischen Bevölkerung gelöscht hat, kann man keine Serien mehr streamen, solange man seine IP-Adresse nicht verschleiert. Wie einfach es ist, ein VPN zu installieren, erfährst du jetzt.

Schritt 1: Entscheide dich für einen VPN-Anbieter

Es gibt eine große Auswahl verschiedenen Providern. Das Problem ist aber, dass die Webseiten vieler Anbieter bereits seit geraumer Zeit gesperrt sind. Hast du nur eine russische IP-Adresse, gibt es keine Möglichkeit, Dienste wie meinen Testsieger ExpressVPN zu installieren. Hinzu kommt, dass du im besten Fall auch die Finger von kostenlosen Anbietern lässt. Im schlimmsten Fall kann es nämlich passieren, dass ein nicht vertrauenswürdiger VPN-Dienst deine Daten an die Regiergung weitergibt.

Ich habe einige Zeit recherchiert und weiter unten eine persönliche Empfehlung für dich zusammengestellt mit VPNs, die für Netflix Russland noch funktionieren sollten. Steht eine Reise nach Russland erst bevor, dann solltest du das VPN unbedingt vorher installieren. Solange du also noch Zugriff auf eine deutsche IP-Adresse hast, empfehle ich dir ExpressVPN.

Schritt 2: Installiere den VPN-Client auf deinem Computer

Hast du dich für einen Anbieter entschieden, musst du den VPN-Client auf deinem Computer oder einem anderen Endgerät installieren. Das ist in der Regel in wenigen Minuten erledigt und wird auf der Webseite des Anbieters genauestens erklärt. Sollten dabei Probleme auftreten, hilft dir der Kundenservice weiter.

Schritt 3: Logge dich mit deinem Netflix-Account ein

Wenn alles installiert ist, kannst du dich virtuell ins Ausland tunneln und eine ausländische IP-Adresse erhalten. Dafür suchst du in der Serverliste beispielsweise nach Deutschland und klickst auf „verbinden“. Innerhalb weniger Sekunden erhältst du eine deutsche IP-Adresse. Rufst du jetzt die Website von Netflix auf, kannst du dir einen neuen Account anlegen.

Jedes Mal, wenn du etwas streamen möchtest, musst du das VPN einschalten und die Verbindung herstellen. Ich empfehle dir aber, die VPN-Verbindung dauerhaft aufrecht zu erhalten, da du so einfach sicherer im Netz surfst. Warum es gerde jetzt so wichtig ist, sich zu schützen, erfährst du in meinem folgenden Video.

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Netflix in Russland: Diese Anbieter empfehle ich dir

Um dir bei der Wahl eines VPN-Dienstes zu helfen, habe ich recherchiert, welche VPNs derzeit noch in Russland funktionieren. Die folgenden Anbieter habe ich auch selbst getestet und kann sie dir deshalb empfehelen, um Netflix in Russland zu streamen.

Platz 1: CyberGhost

CyberGhost Logo

Günstigster Monats-Tarif: 2,00€ (39 Monate)
Geld-zurück-Garantie: 45 Tage
Website: www.cyberghostvpn.com

Das beste VPN, um Netflix in Russland zu streamen, ist CyberGhost. Der Dienst hat es hier auf den ersten Platz geschafft, da es nicht nur in Russland noch funktioniert, sondern auch sehr gut beim Streaming abschneidet. Zudem ist der Dienst im Vergleich zu anderen Anbietern sehr günstig. Überzeugen konnten mich außerdem das schöne Benutzerinterface und die Austattung.

In meinen CyberGhost Test hat das Umgehen des Geoblockings von Netflix meistens funktioniert. Zwar kannst du mit diesem VPN nicht alle Streaming-Dienste austricksen, Netflix zählt aber dazu. Für 2,00 Euro monatlich (3 Jahresabo) kannst du das VPN in Russland nutzen.

Platz 2: ProtonVPN

Der Vorteil von ProtonVPN: Er ist mein persönlicher Privatsphäre-Testsieger. Kein Dienst aus meinem VPN-Test mit rund 30 Anbietern hat bei der Sicherheit und Privatsphäre besser abgeschlossen. Hier gibt es keine Tracker und du kannst das VPN anonym bezahlen. Das erfreuliche ist, dass ProtonVPN anscheinend ebenfalls noch in Russland zu funktionieren scheint. Mehr über den Anbieter erfährst du in meinem ProtonVPN Test.

Um mit ProtonVPN streamen zu können, musst du den Plus-Tarif abschließen. Dieser kostet stolze 8,00 Euro im Monat. Dafür bekommst du hiermit aber auch das wohl vertrauenswürdigste VPN.

Fazit: Du brauchst ein VPN für Netflix in Russland

Ohne VPN hast du keine Chance mehr, Netflix in Russland zu streamen. Leider gibt es nur noch wenige Anbieter, die es schaffen, der russischen Überwachung zu entgehen. Meiner Recherche nach funktionieren CyberGhost udn ProtonVPN aber noch. CyberGhost empfehle ich dir, weil es sich super für Streaming eignet. ProtonVPN ist meiner Erfahrung nach das sicherste VPN, das es derzeit aufm dem Markt gibt.

Ein VPN hilft dir aber nicht nur bei Netflix in Russland. Es ist vor allem nützlich, um dich vor möglichen Cyberangriffen zu schützen. Aus den selben Gründen ist ein VPN auch in China sinnvoll. Wichtig ist, dass du dem Anbieter vertrauen kannst.

Du hast noch Fragen oder der Artikel hat dir einfach gut gefallen? Dann freue mich über deinen Kommentar! 🙂

*Dieser Text enthält Provisions-Links. Mehr dazu erfährst du hier.
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