VPN für China: So umgehst du die Sperren in 2020

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Wenn du bald nach China reist, solltest du dich vorher mit dem Thema Internetzensur vertraut machen. Denn dort herrscht eine strikte Zensur – viele Webseiten und Dienste sind dort gesperrt. Darunter auch tägliche Begleiter wie Google oder WhatsApp. 

Mit einem VPN für China kannst du die Sperren aber umgehen. In diesem Artikel erkläre ich dir, wie das funktioniert, was du vor deiner Abreise unbedingt beachten solltest und welche Anbieter ich dir empfehle.

Kurz und knapp: Mit einem VPN für China umgehst du die Internetzensur

In China wird das Internet stark zensiert. Viele Dienste, die wir jeden Tag nutzen, werden von der Regierung gesperrt. Damit soll verhindert werden, dass regierungskritische Ansichten verbreitet werden. Mit einem VPN kannst du diese Sperren allerdings umgehen und Google, WhatsApp und Co. wie gewohnt nutzen.

Ich empfehle dir dafür den Anbieter ExpressVPN. Dieser ist meiner Meinung nach am zuverlässigsten. Du musst ein VPN aber unbedingt schon vor (!) deiner Abreise installieren, da du es von China aus nicht mehr herunterladen kannst.

Die Nutzung eines VPNs ist in China eine Grauzone – meiner Recherche nach wird aber nicht gegen Urlauber vorgegangen, die während eines Aufenthalts in China ein VPN nutzen.

Warum braucht man ein VPN für China?

Im Land der Mitte wird das Internet stark zensiert. Die chinesische Regierung lässt alle Webseiten sperren, die regierungskritische Meinung verbreiten oder verbreiten könnten. Sie hat es vor allem auf Medien abgesehen, mit denen viele Menschen erreicht werden. Denn dort könnten sich die Menschen zu Protesten oder Demonstrationen zusammentun.

Deshalb treffen die Zensuren auch alle uns bekannten sozialen Medien. Facebook und Instagram funktionieren in China nicht. Die Webseiten und Apps sind komplett zensiert – Fotos aus dem Urlaub in China posten ist auf normalem Wege unmöglich. 

Instagram China Error
Soziale Medien wie Instagram und Facebook funktionieren in China nicht

Damit ich einen Urlaub richtig genießen kann, gehört für mich ein unbeschränkter Zugriff auf das Internet einfach dazu. Wenn dir das auch so geht, kannst du ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) nutzen, um die Internetzensur in China zu umgehen. 

Wie funktioniert ein VPN?

VPNs sind vielen Menschen bekannt, da man mit diesen beispielsweise auf das Netzwerk der Universität oder der Arbeitsstelle zugreifen kann. Dass man damit auch Internetzensur umgehen kann, ist weniger bekannt, da wir ja uneingeschränkt auf das Internet zugreifen können. Auch in anderen Ländern wie Russland wird das Internet zensiert. 

Du kannst dir das Netzwerk eines VPNs wie einen blickdichten Tunnel vorstellen. Deine Daten werden somit verschlüsselt zu einem VPN-Server in beispielsweise Deutschland geschickt. Dieser VPN-Server ruft dann stellvertretend für dich die gewünschte Website auf. Damit steht dir das Internet so zur Verfügung, wie du es von zu Hause gewohnt bist. 

Infografik Wie funktioniert ein Virtual Private Network?

Für die chinesische Regierung ist es nicht möglich, einzusehen, welche Website du aufrufen möchtest. Sie kann also nicht feststellen, ob es eine “erlaubte” oder zensierte ist. Deshalb kann die Website deiner Wahl auch nicht gesperrt werden – was die Regierung nicht sieht, kann sie nicht zensieren. 

Welche Seiten und Dienste sind in China zensiert?

In China wird die Internetzensur großgeschrieben. Die sogenannte Great Firewall of China verhinderte 2015 den Zugriff auf knapp 3.000 Webseiten. Zehntausende Angestellte durchforsten täglich Webseiten und stellen fest, ob sie gesperrt werden müssen oder nicht. 

Wie viele Webseiten genau gesperrt sind, weiß niemand so genau, da die chinesischen Behörden natürlich keine Listen mit gesperrten Webseiten veröffentlichen. Fest steht aber, dass es ziemlich viele sind.

Ich habe für dich eine Liste mit wichtigen gesperrten Webseiten zusammengestellt:

Du siehst: Auf der Liste finden sich viele Dienste und Websites wieder, die wir täglich nutzen. Für eine längere Zeit darauf zu verzichten, würde mir persönlich ziemlich schwerfallen.

Was du vor Reiseantritt beachten solltest

Ich kann dir nicht genau sagen, welche VPNs derzeit in China funktionieren und welche nicht. Die chinesische Regierung geht immer stärker gegen VPNs vor und sperrt auch die Webseiten der Anbieter. Bist du einmal in China, wirst du keine Möglichkeit mehr haben, ein VPN herunterzuladen.

Bedenke, dass auch der Google Play Store gesperrt ist. Möchtest du also ein VPN in China nutzen, solltest du es vor deiner Abreise (!) auf deinem Smartphone, Tablet oder Laptop installieren. 

Das ist wirklich ganz wichtig, denn wenn du es verpasst hast, ein VPN von Deutschland aus zu installieren, bist du aufgeschmissen. Am besten installierst du dir gleich mehrere Anbieter, um auf Nummer sicher zu gehen. Denn man kann nie wissen, welche VPNs aktuell funktionieren und welche nicht.

Kann ich einen kostenlosen VPN-Anbieter nutzen?

Wenn du aktuell noch kein VPN nutzt, musst du dich zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Anbietern entscheiden. Von komplett kostenlosen VPNs würde ich die Finger lassen. Sie legen meiner Erfahrung nach keinen großen Wert auf den Schutz deiner Daten.

Viele kostenpflichtige Anbieter bieten auch kostenlose Varianten an. Diese sind etwas abgespeckt (beschränktes Datenvolumen oder beschränkte Nutzungsdauer), aber wenn dein Trip nach China nur von kurzer Dauer sein wird, reichen diese allemal. 

Hier sind meine Favoriten für kostenlose VPNs für China:

  • ProtonVPN (unlimitiertes Datenvolumen // 3 Länder)
  • Windscribe (10 GB Datenvolumen monatlich// 10 Server-Standorte)
  • Hotspot Shield (500 MB Datenvolumen täglich // 1 Server-Standort)
  • Hide.me (2GB monatliches Datenvolumen // 5 Server-Standorte)
  • Tunnelbear (500 MB monatliches Datenvolumen)
  • trust.zone (1 GB Datenvolumen // Max. 3 Tage)

Bedenke, dass einige von ihnen vielleicht von den chinesischen Behörden gesperrt werden könnten und du dir gleich mehrere VPNs herunterladen solltest!

Diese 3 VPN-Anbieter empfehle ich dir für China

Wenn du länger in China bleibst, empfehle ich dir, auf einen bezahlten Dienst zurückzugreifen. Du erhältst dann die volle Leistung und musst dich nicht über Einschränkungen ärgern.

Ich habe einige Anbieter für dich getestet und stelle sie dir nun mit einigen Eckdaten vor.

Platz 1: ExpressVPN

ExpressVPN hat in meinen Tests am besten abgeschnitten. Der Dienst ist simpel zu bedienen. Auch wenn du noch nie ein VPN benutzt hast, solltest du dich schnell einfinden. Hast du Schwierigkeiten, kannst du dich an den Kundensupport wenden. Dieser ist bei ExpressVPN wirklich hilfreich.

Der Dienst bietet dir außerdem schnelle Übertragungsraten – so kannst du auch problemlos Videos auf YouTube schauen oder Netflix streamen. ExpressVPN gilt zudem als sehr sicher: Hier wird großen Wert auf den Schutz deiner persönlichen Daten gelegt.

Du kannst den Dienst für 6,67 Dollar pro Monat nutzen. Du hast außerdem eine 30 Tage Geld-zurück-Garantie. 

Platz 2: NordVPN

NordVPN belegt den zweiten Platz in meinem persönlichen Ranking. Der Dienst bietet dir eine gute Benutzeroberfläche. Der Sitz auf Panama ermöglicht es dem Unternehmen, keine Nutzerdaten zu speichern. 

Das Jahresabo von NordVPN kostet dich 6,22 Euro pro Monat, das 3 Jahres-Abo ist noch etwas günstiger. Du hast zudem eine 30 Tage Geld-zurück-Garantie.

Platz 3: CyberGhost

CyberGhost belegt den dritten Platz in meinem Ranking. Der in Deutschland entwickelte Dienst hat ein schönes Benutzerinterface und ist mit Kosten von 4,89 Euro pro Monat vergleichsweise günstig. Hier hast du sogar eine 45 Tage Geld-zurück-Garantie. 

Sind VPNs in China legal?

Die chinesische Regierung möchte ihre Bevölkerung abschotten. Das klappt durch die Internetzensur ziemlich gut. Sie hat eine weltbekannte Firewall aufgebaut. Dann kriegt sie natürlich auch schnell mit, dass immer mehr Menschen versuchen, die Zensur mit VPNs zu umgehen. 

Deshalb gehen die Behörden immer stärker gegen VPNs und die Anbieter vor. Denn VPNs sind in China verboten. Die letzten Jahren gab es häufiger Berichte darüber, dass VPN-Betreiber in China zu hohen Strafen verdonnert wurden. Das Betreiben von VPNs ist in China strafbar. 

Man kennt es auch aus anderen Bereichen: Die Behörden sind besonders an den Betreibern interessiert und nicht an den Nutzern. Ob VPNs in China legal sind, hängt von dem VPN und der Nutzung ab. Es gibt nämlich auch VPNs, die von der Regierung zugelassen sind. Aber wie du dir sicher vorstellen kannst, sind das nicht die Anbieter, mit denen du die Zensuren umgehen kannst.

Offiziell ist die Nutzung von VPNs in China nicht illegal. Laut mehrerer Quellen, wie zum Beispiel Computer Bild, handelt es sich hierbei um eine Grauzone. Ich konnte keine Berichte darüber finden, dass Urlauber mit einem VPN erwischt wurden und dafür Strafen erhalten haben. Du musst selber abwägen, ob es dir das “Risiko” wert ist, ein VPN in China zu nutzen. Meiner Recherche nach, solltest du aber keine Probleme bekommen. 

Fazit: Mit einem VPN umgehst du die chinesische Firewall

Wenn du nach China reist, kommst du an dem Thema Internetzensur nicht vorbei. Für uns gehört es einfach dazu, das Internet tagtäglich zu nutzen und alles aufrufen zu können, was wir wollen. In China sieht das ganz ander aus – viele Dienste, du die vielleicht jeden Tag nutzt, stehen dir auf einmal nicht mehr zur Verfügung.

Nutzt du ein VPN, kannst du die Sperren umgehen. Dabei befindest du dich allerdings in einer rechtlichen Grauzone. So weit ich das einschätzen kann, stehen Urlauber aber nicht im Fokus der chinesischen Behörden. 

Entscheidest du dich dafür, ein VPN in China zu nutzen, musst du es unbedingt vor deiner Abreise installieren, da du es von China aus nicht mehr herunterladen kannst! Ich empfehle dir dafür ExpressVPN. Der Anbieter ist meiner Erfahrung nach sehr zuverlässig und sicher.

Hat dir mein Artikel weitergeholfen? Dann freue ich mich, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt! 🙂

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