IP-Adresse verbergen: 4 simple Methoden

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Obwohl es heutzutage allgemein bekannt ist, dass Internetanbieter und Webseitenbetreiber spionieren, was das Zeug hält, unternehmen die Wenigsten etwas dagegen. Dabei ist es so einfach, seine Privatsphäre im Netz etwas besser zu schützen: Du kannst deine digitale Anschrift hinter einer falschen IP-Adresse verbergen.

Durch das Verschleiern deiner IP-Adresse wird es nämlich deutlich schwieriger für Webseitenbetreiber, Behörden, Hacker und Co. deinen Standort zurückzuverfolgen. In diesem Artikel zeige ich dir ein paar Wege, wie du deine IP-Adresse verbergen kannst und wieso es sinnvoll ist, seine digitale Identität zu schützen.

Kurz und Knapp: So verbirgst du deine IP-Adresse

  • Es gibt viele Möglichkeiten, die eigene IP-Adresse unsichtbar zu machen: VPN, Proxy, Tor, öffentliches WLAN, Anonymizer und mehr.
  • Die Nutzung eines VPNs ist aus meiner Sicht die einfachste und sicherste Möglichkeit. Du erhältst zusätzliche Anonymität und Sicherheit, da dein Datenverkehr verschlüsselt wird.
  • Das Einrichten und die Bedienung der Software sind kinderleicht. Du kannst mit nur einem Klick deine IP-Adresse verbergen und eine andere vortäuschen.
  • Meine Empfehlung ist ExpressVPN. Mit diesem Dienst wird deine IP-Adresse nach meiner Erfahrung zuverlässig verschleiert. Teste ExpressVPN kostenlos und ohne Risiko mit der Geld-zurück-Garantie.

4 simple Möglichkeiten, die IP-Adresse zu verbergen

Es gibt viele Möglichkeiten, um eine falsche IP-Adresse zu bekommen. Im Folgenden stelle ich dir die einfachsten vier Möglichkeiten vor, um deine IP-Adresse zu ändern.

1. Ändere deine IP-Adresse mit einem (kostenlosen) VPN

Eine einfache Methode, um die eigene IP-Adresse zu unterdrücken, ist die Installation eines VPNs (virtuelles privates Netzwerk) auf deinem Computer, Tablet oder Smartphone.

Installierst du ein VPN auf deinem Gerät und aktivierst es, wird deine IP-Adresse mit der des VPN-Servers ersetzt. Das bedeutet, deine richtige IP-Adresse wird verschleiert und dein Standort bleibt geheim.

so hilft dir ein vpn

Mit einem VPN wird zudem deine Kommunikation im Netz verschlüsselt. Deine Daten werden durch eine Art Tunnel geschickt und erst beim VPN-Server wieder entschlüsselt. Weder dein Internetanbieter noch der Betreiber eines öffentlichen WLANs können so Einblick in deinen Datenverkehr haben.

Es gibt viele VPN-Dienste. Meine Empfehlung ist, wenn du nach einem zuverlässigen VPN suchst, das deine IP-Adresse sicher und ohne Probleme verschleiert, auf einen bezahlten Dienst zu setzen. Die meisten Anbieter gibt es schon für wenige Euro pro Monat.

Meine persönlichen Favoriten sind ExpressVPN und NordVPN. Möchtest du mehr über meinen VPN-Testsieger erfahren, kannst du dir gerne meinen ExpressVPN Test oder das folgende Video anschauen.

Wenn du deine IP-Adresse kostenlos verbergen möchtest, kann ich dir ProtonVPN ans Herz legen. Der Schweizer Anbieter gilt als sehr sicher und bietet dir in der Gratis-Version ein unbegrenztes Datenvolumen. Allerdings stehen dir nur 3 VPN-Server zur Auswahl (USA, Niederlande und Japan).

Du kannst deine IP-Adresse auch direkt über den Browser unsichtbar machen. Möchtest du deine IP-Adresse bei Chrome verbergen, findest du dafür zahlreiche VPN-Erweiterungen. Auf die gleiche Weise verschleierst du deine IP-Adresse im Firefox Browser. Sobald du das Plug-in installierst und aktivierst, wird deine IP-Adresse mit der des VPN-Servers ersetzt.

cyberghost addon
Eine Möglichkeit die IP-Adresse kostenlos zu verbergen ist das VPN-Addon von CyberGhost.

Eine der besten, kostenlosen Browser-Anwendungen bietet das VPN von CyberGhost. Viele kennen das gratis VPN von CyberGhost nicht. In meinem ausführlichen VPN Test hat CyberGhost den dritten Platz belegt, kurz nach ExpressVPN und NordVPN. Du kannst den VPN-Dienst nach meiner Erfahrung optimal nutzen, wenn du deine IP-Adresse kostenlos verschleiern möchtest.

Möchtest du noch mehr aus einem VPN herausholen, lohnt es sich, die Software auf dem Gerät zu installieren, um alle Funktionen und Standorte nutzen zu können. Mit einem VPN kannst du nämlich nicht nur deine eigene IP verschleiern, sondern hast die Möglichkeit, damit IP-Adressen aus anderen Ländern vorzutäuschen.

Simuliere zum Beispiel nicht nur eine deutsche IP-Adresse, österreichische IP-Adresse oder eine IP-Adresse aus der Schweiz – mache deine IP-Adresse unsichtbar und nimm einen virtuellen Standort in den USA an. Ein VPN bietet zahlreiche Möglichkeiten.

2. Richte einen Proxy-Server ein

Ein Proxy-Server dient, ähnlich wie ein VPN, als Vermittler zwischen deinem Gerät und dem Internet. Er maskiert deine IP-Adresse, indem er alle Internetanfragen über seine eigene IP-Adresse weiterleitet. Webseiten und Onlinedienste können deine echte IP-Adresse dann nicht mehr sehen.

Proxy-Server können auch geografische Beschränkungen umgehen, es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied zwischen einem VPN und einem Proxy: Deine Verbindung wird dabei nicht verschlüsselt. Das bedeutet, im Zweifelsfall kann deine echte IP-Adresse zurückverfolgt werden.

Unterschied zwischen VPN und Proxy

Hinzu kommt, dass die Verbindungsgeschwindigkeit häufig variiert und einige Proxys nur eine begrenzte Sicherheit bieten. Du kannst zwar einen Proxy einrichten und damit deine IP-Adresse kostenlos verbergen, ich rate dir jedoch dazu, aus Sicherheits- und Privatsphäre Gründen, lieber auf ein (gratis) VPN zu setzen.

3. Surfe über den Tor Browser

Mit dem Tor-Browser kannst du auf das Tor-Netzwerk zugreifen. Dabei handelt es sich um ein beliebtes Anonymisierungsnetzwerk mit einer Verschlüsselung nach Zwiebelschalenprinzip. Für den Transport deiner Daten werden verschiedene Knotenpunkte verwendet, um deine IP-Adresse zu verstecken. Nur der Eingangsknoten (Entry Node) kennt deine wahre IP-Adresse.

Infografik Tor Netzwerk
Benutzt du das Tor-Netzwerk, werden deine Daten durch drei Knoten weitergeleitet.
© Electronic Frontier Foundation; Quelle: Wikipedia

Der Nachteil: Die verschiedenen Knotenpunkte wirken wie eine Art Bremse, wenn es um deine Up- und Downloadgeschwindigkeit geht. Deshalb wirst du wenig Spaß dabei haben, über das Tor-Netzwerk YouTube-Videos oder Netflix-Serien zu streamen. Außerdem verlassen deine Daten den letzten Knotenpunkt komplett unverschlüsselt. Das erhöht das Risiko, dass deine privaten Daten gestohlen werden.

4. Verwende einen Anonymizer

Anonymizer-Dienste, auch Web-Proxy genannt, sind Webseiten, über die du auf andere Webseiten zugreifen kannst. Sie lohnen sich als erste Anlaufstelle, wenn du auf eine bestimmte Website anonymisiert zugreifen willst. Dazu gehören zum Beispiel folgenden drei Services:

Kproxy
Eine Website wie Kproxy ruft stellvertretend für dich eine Website auf, deine IP-Adresse bleibt dabei verborgen

Diese Dienste sind für den Alltagsgebrauch allerdings eher ungeeignet, da sie den Datenverkehr nicht verschlüsseln. Zudem verstecken Anonymizer deine IP-Adresse nur in dem Browser-Tab, den du über die Website geöffnet hast. 

5. Verwende öffentliches WLAN

Eine simple, aber dennoch effektive Methode, die eigene IP-Adresse beim Surfen zu verbergen, ist die Nutzung eines öffentlichen WLAN Netzwerkes. Nutzt du das Internet in einem Café, einer Bibliothek oder an einem anderen öffentlichen Ort, läuft dein Internetverkehr über das Netzwerk des WLAN-Anbieters. Anstelle deiner privaten IP-Adresse, die du zu Hause hast, erscheint nur die IP-Adresse des WLAN Routers. Dies bietet eine gewisse Anonymität.

Allerdings bergen öffentliche WLAN-Netzwerke Sicherheitsrisiken, wie die Möglichkeit von Datenüberwachung und Angriffen durch Dritte. Es ist daher äußerst ratsam, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie ein VPN zu nutzen, um seine Daten zu schützen, wenn man sich in einem öffentlichen WLAN befindet. Auf meinem Blog erhältst du weitere Tipps, wie du dich in öffentlichen Netzwerken schützen kannst.

Was ist eine IP-Adresse?

„IP“ ist die Abkürzung für Internetprotokoll. Bei der IP-Adresse handelt es sich um einen einzigartigen Code, der dir zugewiesen wird – sie ist im Prinzip deine digitale Anschrift und somit Teil deiner Online-Identität.

Jedes internetfähige Gerät, das mit einem Router verbunden ist, verfügt über eine solche Adresse. Neben dieser lokalen IP-Adresse erhält dein Computer, Tablet oder Smartphone eine weitere, separate IP-Adresse für das Internet. Diese wird in der Regel täglich neu vergeben.

Damit der Webseitenbetreiber oder dein Internetanbieter auch wissen, wohin die Datenpakete geschickt werden sollen, erhalten sie durch die IP-Adresse Informationen über deinen Standort – genauso, wie auch der Postbote deine Adresse benötigt, um dir ein Paket zu liefern.

Warum macht es Sinn, die IP-Adresse zu verbergen?

Es gibt viele Gründe, warum es sinnvoll ist, die IP-Adresse zu verstecken. Nicht immer sind die kostenlosen Optionen daher eine gute Lösung, wenn es um deine digitale Anschrift geht. Sie gibt schließlich Aufschluss über deine Identität. Im Folgenden habe ich die wichtigsten Gründe für das Verschleiern deiner IP-Adresse für dich zusammengefasst.

Mehr Anonymität und Schutz der Privatsphäre

Die IP-Adresse gibt deinen Standort preis. Darüber können deine Aktivitäten im Internet dir zugeordnet werden. Dein Internetanbieter kann ganz genau nachvollziehen, wie lange du dich auf bestimmten Webseiten aufhältst. 

Auch Webseitenbetreiber sammeln und analysieren deine Schritte im Netz, um ein Persönlichkeitsprofil von dir zu erstellen. Allerdings verwenden sie dafür neben deiner IP-Adresse auch andere Tracking-Möglichkeiten, wie beispielsweise Cookies.

Diese Informationen über deine Identität wird dann zu Werbezwecken verwendet oder an Dritte verkauft. Richtig gefährlich werden kann es im Falle eines autoritären Regimes oder eines Hacker-Angriffs. Gerade öffentliche WLAN-Hotspots sind sehr unsicher und bieten Hackern eine gute Angriffsfläche.

Verbirgst du deine IP-Adresse, kannst dich vor Hackern schützen und deinen Standort verschleiern. Du surfst außerdem mit mehr Anonymität im Internet.

Das Geoblocking umgehen

Ein weiteres Problem, bei dem deine IP-Adresse eine große Rolle spielt, ist das Geoblocking. Aufgrund von fehlenden Lizenzen dürfen Streaming-Anbieter oder lokale TV-Sender ihre Inhalte nicht über die Landesgrenzen hinaus ausstrahlen. Tun sie es doch, machen sie sich strafbar.

Infografik Was ist Geoblocking

Aus diesem Grund kannst du bei einem Auslandsaufenthalt nicht mehr auf das gewohnte Streaming-Angebot zugreifen. Bei einem Urlaub in Thailand kannst du beispielsweise nicht mehr auf das deutsche Netflix-Angebot oder auf den ZDF-Livestream zugreifen. Dafür bräuchtest du eine deutsche IP-Adresse.  

Internet frei genießen & Sperren umgehen

In manchen Ländern, wie beispielsweise China oder Russland, unterliegst du sogar der Internetzensur, wenn du deine IP-Adresse nicht vor der Regierung versteckst. Bei unserem Urlaub in Peking mussten wir beispielsweise mit einem VPN die Internetzensur umgehen, um Google, Facebook, WhatsApp und andere Dienste benutzen zu können.

Fazit: IP-Adresse sicher & kostenlos verschleiern mit VPN

Es gibt viele Möglichkeiten, um an eine andere IP-Adresse zu kommen. Aus meiner Sicht ist ein VPN die beste Möglichkeit, um deine IP-Adresse zu ändern und somit deinen Standort zu verbergen und deine privaten Daten zu schützen.

Ich empfehle dir, ExpressVPN zu nutzen. Dieser Anbieter hat eine große Auswahl an Server-Standorten und ist sehr zuverlässig, selbst wenn IP-Blocker im Einsatz sind. Du hast mit ExpressVPN zudem die Möglichkeit, eine ausländische IP-Adresse aus über 90 Ländern zu bekommen.

Fallen dir noch weitere Methoden ein, um die IP-Adresse zuverlässig zu verschleiern? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen. 🙂

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2 Antworten

  1. Hallo Alexander.

    Ich habe deinen Beitrag zu ip verschleiern gelesen und wollte dich fragen- was passiert wenn ich google maps nutzen möchte? Funktioniert das alles noch? Wie ist das mit Roaming? Denkt das Handy nicht ich wäre zb in Thailand?

    Wie ist es wenn ich Kryptowährungen kaufen/verkaufen möchte-das kann nicht mehr auf mich zurückverfolgt werden weil ja die blockchain auch ip speichert?

    Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich sehr freuen. Toller Beitrag von .

    Mario

    1. Hi Mario,

      ich selbst benutze sowohl auf meinem Laptop als auch auf meinem Smartphone immer einen VPN und kann Google Maps ebenfalls problemlos benutzen (auch wenn es deutlich privatsphäre-freundlichere Alternativen gibt).

      Die Navigation auf deinem Smartphone erfolgt über das GPS-Signal. Deshalb funktioniert die Navigation bei mir genauso gut, wie ohne VPN.

      Nein, dein Handy erkennt meines Wissens nach über das Handy-Netz, in welchem Land du dich befindest. Also beispielsweise Telekom hier in Deutschland.

      Puh Kryptowährungen sind da nochmal etwas ganz anderes. Generell hängen sehr viele Faktoren davon ab, ob das auf dich zurückverfolgt werden kann. Bei den meisten Exchanges musst du dich ja mittlerweile mit Ausweis identifizieren, weshalb allein schon dadurch die Anonymität flöten geht.

      Du siehst: Ein VPN verschleiert deine IP-Adresse, allerdings ist das nur einer von vielen Technologien, wie du getrackt werden kannst. Auch wenn es die VPN-Anbieter oftmals etwas anders darstellen 😉

      Ich hoffe das hilft!

      Liebe Grüße
      Alex

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